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Versorgung derzeit sicher

Die Gasspeicher sind gut gefüllt, dennoch sei ein sparsamer Umgang mit Energie weiter nötig, wie es auf einer Veranstaltung der Stadtwerke erklärt wurde

Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström

Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström

Osterholz-Scharmbeck. Rund 30 Interessierte waren der Einladung der Osterholzer Stadtwerke ins Ritterhuder Hamme Forum gefolgt. Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström sowie Prokurist und Leiter des Geschäftsfeldes Markt Jörn Leiding informierten über die aktuellen Entwicklungen am Energiemarkt.

 

Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet.

 

Die Gasspeicherfüllstände über ganz Deutschland betrachtet sind mit 64 Prozent auf einem erfreulichen Niveau. Der Gesetzgeber erwartete zum Stichtag 1. Februar nur einen Sollwert von 40 Prozent. Meyer-Hammerström führt diesen guten Füllstand auf mehrere Faktoren zurück. Zum einen konnten im letzten Jahr die Speicher sehr schnell gefüllt werden, trotz der fehlenden russischen Lieferungen. Zum anderen war natürlich auch ein relativ milder Winter ohne große Frostperioden sehr hilfreich. Auch hatten private Haushalte und viele Industriezweige den Aufruf zum Energiesparen befolgt. Somit ist eine Gasmangellage für diesen Winter nicht mehr zu befürchten. Trotz alledem haben sich die Osterholzer Stadtwerke auf alle möglichen Szenarien umfangreich vorbereitet. Wenn die Situation so bleibt, wie sich derzeit darstellt, sollte auch in diesem Sommer genug Gas in die Speicher gelangen. Durch die Einrichtung sogenannter LNG-Terminals für Flüssiggas und zusätzliche Gaslieferungen aus Norwegen sind neue Kapazitäten geschaffen worden. Allerdings weist der Geschäftsführer der Stadtwerke darauf hin, dass zum Beispiel Ungarn und Tschechien noch Gaslieferungen aus Russland erhalten. Sollte sich dieser Zustand ändern, wären alle europäischen Staaten verpflichtet, diese Fehlmengen auszugleichen. Deshalb appellierte Meyer-Hammerström noch einmal deutlich an die anwesenden Zuhörer:innen, weiter mit dem Gas- und Stromverbrauch vernünftig umzugehen. Stark angestiegen ist bei den Stadtwerken die Nachfrage nach alternativen Energielösungen wie Solaranlagen und Wärmepumpen.

 

Soforthilfe und Gaspreisbremse

 

Die Krise auf dem Energiemarkt ließ die Preise für Gas und Strom enorm ansteigen. Um diese Belastungen für Privathaushalte zu reduzieren, hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen eingeleitet. So wurden im Dezember 2022, spätestens aber im Januar 2023 die Abschläge von den Stadtwerken nicht eingezogen, sondern direkt aus der Staatskasse beglichen. In diesem Jahr kommt eine Preisbremse für Strom und Gas zum Einsatz. Der Arbeitspreis für Strom wird auf 40 Cent je Kilowattstunde gedeckelt. Beim Gas zahlt der Kunde für 80 Prozent der Menge, die dieses Jahr voraussichtlich verbraucht wird, 12 Cent pro Kilowattstunde. Die restlichen 20 Prozent werden mit dem vereinbarten Arbeitspreis des jeweiligen Anbieters berechnet. Die Gaspreisbremse gilt bis zum 30. April 2024.

Weitere Informationen sind auf der Seite der Osterholzer Stadtwerke abrufbar.


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