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Osterholzer Kreiskrankenhaus erwirtschaftet 760.000 Euro

Landkreis (eb). Entgegen dem Bundestrend lief das Jahr 2021 gut für das Kreiskrankenhaus - die Zukunft hingegen bringt herausfordernde Teuerungen mit sich.

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v. li.: Vorsitzender des Krankenhausausschusses Wilfried Pallasch  mit Krankenhausleiter Klaus Vagt und Kreisrätin Heike Schumacher.

v. li.: Vorsitzender des Krankenhausausschusses Wilfried Pallasch mit Krankenhausleiter Klaus Vagt und Kreisrätin Heike Schumacher.

Das Jahr 2021 war das zweite Jahr der Corona-Pandemie und gleichzeitig das erste Jahr, in dem das Kreiskrankenhaus Osterholz vollständig von der Pandemie betroffen war. „Umso erfreulicher ist es“, so Erste Kreisrätin Heike Schumacher, „dass wir entgegen dem bundesweiten Trend in 2021 in Osterholz in etwa wieder genauso vielen Patientinnen und Patienten helfen konnten, wie in der Zeit vor der Pandemie.“ Zusätzlich stieg der Schweregrad der Fälle, so dass die wirtschaftliche Lage des Kreiskrankenhauses im Berichtsjahr 2021 um rund 230.000 Euro besser als erwartet ausfiel. Es konnte ein Bilanzgewinn von rund 760.000 Euro erwirtschaftet werden. Der veröffentlichte Jahresbericht 2021 weist alle wesentlichen Zahlen, Daten und Fakten und die besonderen Projekte des Kreiskrankenhauses wie zum Beispiel das „Adventsimpfen“ sowie den Sachstand der Digitalisierung des Hauses aus.
Ein besonderer Dank gilt laut Krankenhausleiter Klaus Vagt allen Mitarbeitenden des Kreiskrankenhauses Osterholz, die während der gesamten Zeit einer besonderen Belastung ausgesetzt waren und aktuell auch noch sind: „Die Kolleginnen und Kollegen haben sich trotz der immensen Belastung zu jeder Zeit engagiert und motiviert für das Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt.“
 
Keine guten Prognosen
 
Das deutsche Gesundheitswesen steht indes vor großen Herausforderungen. „Die wirtschaftlichen Prognosen für die Krankenhäuser in Deutschland sind aus verschiedenen Gründen nicht positiv“, so Krankenhausleiter Vagt, „die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen zur Bewältigung der COVID-Pandemie sind inzwischen vollständig ausgelaufen. Die gegenwärtig massiven Kostensteigerungen für Energie, medizinische Produkte, Medikamente sowie Lebensmittel, können aufgrund des starren Finanzierungssystems der Krankenhäuser nicht kompensiert werden.“ Im Gegensatz zu anderen Branchen können die Krankenhäuser Kostensteigerungen nicht über die Preise weitergeben. Problematisch sind ebenfalls die Steigerungen bei den Baukosten, die sich auch auf den aktuellen Anbau des Bettenhauses und den geplanten Neubau der Intensivstation auswirken werden.
Das Kreiskrankenhaus Osterholz verfügt über 128 Planbetten, die sich auf die Hauptabteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Orthopädie, Gynäkologie und Geburtshilfe verteilen. Die interdisziplinäre Intensivstation verfügt über acht Stellplätze (sechs Planbetten), drei davon sind zudem für Beatmungen eingerichtet.


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