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Neue Impfstoff-Lieferungen für den Kreis fallen kleiner aus, als erwartet

Landkreis Osterholz (eb/jm). Bis Anfang Juni erhält der Landkreis Osterholz deutlich weniger Impfstoff, als erhofft. Im Impfzentrum in der Stadthalle müsse man sich deshalb auf die Zweitimpfungen konzentrieren, so die Kreisverwaltung. Für Erstimpfungen werden voraussichtlich nur 800 neue Dosen geliefert.
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Nach wie vor knappes Gut: Der Landkreis Osterholz erhält im Mai deutlisch weniger neuen Impfstoff, als erhofft.

Nach wie vor knappes Gut: Der Landkreis Osterholz erhält im Mai deutlisch weniger neuen Impfstoff, als erhofft.

Foto: AdobeStock/Aspi13

Mittlerweile sind im Landkreis Osterholz über 32 Prozent der Bevölkerung mit einer Erstimpfung gegen das Corona-Virus versorgt. Insgesamt wurden rund 45.000 Impfungen im Impfzentrum in der Stadthalle in Osterholz-Scharmbeck und bei den niedergelassenen Ärzten im Kreisgebiet durchgeführt. Rund 9.000 Menschen warten aktuell auf einen Impftermin für das Impfzentrum. Viele weitere Personen stehen auch auf den Wartelisten bei ihren Hausärzten.
 
Impfstoff bleibt knapp
 
Nach wie vor ist das Impfgeschehen von einer Impfstoffknappheit geprägt. Dies wird sich leider, wie nun vom Land Niedersachsen mitgeteilt, auch für den Mai so fortsetzen. „Das Land Niedersachsen hat dem Impfzentrum des Landkreises Osterholz kürzlich die Impfstofflieferungen für die kommenden Wochen angekündigt. Ganz überwiegend handelt es sich hierbei um Impfstoff für mehrere tausend bereits terminierte Zweitimpfungen“, berichtet Landrat Bernd Lütjen. Die Impfstofflieferung für Erstimpfungen würde deutlich niedriger ausfallen als zunächst erhofft. Aktuell verimpfe das Impfzentrum noch Impfstoff der letzten Lieferung des Landes. Neben impfberechtigten Bürgerinnen und Bürgern würden aktuell Einsatzkräfte der Feuerwehren anhand der aktuellen Priorisierung des Landes geimpft. Zuvor sei bereits allen an weiterführenden Schulen Tätigen eine Impfung angeboten worden.
„Das Land hat uns gegenüber mitgeteilt, dass neben dem Impfstoff für die Zweitimpfungen bis Anfang Juni nur 800 weitere Dosen für Erstimpfungen geliefert werden“, so Lütjen weiter. Bis Mitte nächster Woche könnten zunächst noch Erstimpfungen mit vorhandenen Impfstoff durchgeführt werden. Danach müsse sich das Impfzentrum zunächst auf Zweitimpfungen fokussieren.
„Mir ist bewusst, dass aktuell mehrere tausend Menschen auf der Landes-Warteliste stehen und auf eine Terminvereinbarung für ihre erste Impfung warten. Hier ist jedoch leider weiter Geduld gefragt.“ Der Landkreis könne nur den Impfstoff verimpfen, der ihm zur Verfügung gestellt werde. Dies sei in den kommenden Wochen für Erstimpfungen leider deutlich weniger als in den vergangenen Wochen. Lütjen hofft, dass demgegenüber aber die Hausärzte von diesen Einschränkungen nicht betroffen sind und weiterhin verstärkt Erstimpfungen durchführen könnten, so dass das Impfgeschehen insgesamt nicht zu sehr an Fahrt verliere.


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