Amelie Nobel

Moderne Lernlandschaft

Lilienthal. Das neue Oberstufenhaus am Gymnasium Lilienthal ist fertiggestellt. Es wartet mit digitaler Ausstattung auf und ermöglicht selbstständiges Lernen.

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Die Kosten für den Neubau des Oberstufengebäudes liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Foto: an

Die Kosten für den Neubau des Oberstufengebäudes liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Foto: an

Zum Schuljahr 2020/21 sind rund 100 zusätzliche Schüler:innen aufgrund der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren ans Gymnasium Lilienthal gekommen. Zum ersten Mal gibt es wieder einen dreizehnten Jahrgang, der in diesem Jahr sein Abitur machen wird. Um für die zusätzlichen Schüler:innen Platz zu schaffen, ist im Januar 2020 der Grundstein für ein neues Oberstufenhaus gelegt worden. Dieses ist nun fertiggestellt, konnte von Mitgliedern des Schulausschusses besichtigt, und damit im kleinen Rahmen eingeweiht werden. In dem neuen Anbau können vor allem die moderne Einrichtung und die digitale Ausstattung überzeugen. Landrat Bernd Lütjen spricht von einer positiven Entwicklung, einem wichtigen Meilenstein für die Schulentwicklung. Das Oberstufenhaus, das auch in Kooperation mit heimischen Betrieben gebaut worden ist, sei ein wichtiger Schritt.
Aktuell nutzt nur der 13. Jahrgang das Erdgeschoss des Oberstufenhauses. Bald wird aber auch der zwölfte Jahrgang dazukommen und die Räume im Obergeschoss des Neubaus nutzen. Die Kosten für den Neubau des Oberstufengebäudes liegen bei rund 4,5 Millionen Euro und damit voraussichtlich 300.000 Euro unter dem geplanten Wert.
 
Moderne Lernlandschaft
 
Denis Ugurcu ist gerne im neuen Neubau und findet, dass dort schon ein gewisser Campus-Flair aufkommt. Der Schulleiter des Gymnasiums Lilienthal ist davon überzeugt, dass durch den modernen Neubau digitales und selbstständiges Lernen möglich werden kann. Der Oberstufenneubau, der direkt an das bestehende Gebäude angrenzt, hat insgesamt 12 Kursräume, 6 auf jeder Etage. Diese liegen rund um einen offenen Bereich, dem Selbstlernbereich. Diesen Bereich können die Schüler:innen zum selbstständigen Lernen oder zum Arbeiten an Projekten nutzen. In der Lernlandschaft sei es auch viel ruhiger als zum Beispiel in der Pausenhalle, erzählt Moritz Landwehr, Schüler des 13. Jahrgangs. Er ist begeistert von der modernen Einrichtung und von den technischen Möglichkeiten. Seit etwa einem Jahr können Oberstufenschüler:innen mit digitalen Geräten arbeiten, der Oberstufenneubau soll dies nun noch weiter verbessern.
Anstatt Tafeln gibt es nun Smartboards, an denen Lehrkräfte Inhalte erklären und sogar mit den Schüler:innen, die aktuell zu Hause sind, kommunizieren können, erzählt Oberstufenkoordinator Peter Hummel. Die großen Bildschirme lassen sich per Hand bedienen, es kann so direkt auf ihnen geschrieben werden. Die Richtung wird hier klar deutlich. Man möchte vom klassischen Lernen mit Frontalunterricht wegkommen und modernes Lernen leben.
 
Gute Ausstattung und offene Räume
 
Der schönste Raum im neuen Oberstufenhaus ist für Lehrer Thomas Brauer ganz klar der naturwissenschaftliche Fachraum. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dieser zwar noch nicht eingeweiht, aber in dem modernen Raum soll vor allem das Experimentieren vereinfacht durchgeführt werden können. Die insgesamt einundzwanzig Experimentiertische sind nun vom eigentlichen Sitzplatz getrennt und mit einem Schrank ausgestattet. Thomas Brauer erinnert diese Raumaufteilung an die Universität und freut sich auf die Einweihung des Fachraumes.
Generell zeigen sich die Beteiligten zufrieden und freuen sich über das neue Oberstufenhaus, das sich sowohl aufgrund seiner technischen Ausstattung als auch durch seine modernen Sitzgelegenheiten und der Offenheit der Räume von dem alten Schulgebäude des Gymnasiums abhebt.


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