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IHK Stade: Pandemie deutlich spürbar

Stade (eb). Trotz diverser schrittweiser Lockerungen ist die Wirtschaft im Elbe-Weser-Raum auch im zweiten Quartal 2020 stark getroffen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wie die jüngste Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Stade zeigt, bleibt die Situation weiterhin angespannt.

Branchenübergreifend bewerte etwas mehr als jeder fünfte Betrieb seine gegenwärtige Situation als gut (Vorquartal: 17 Prozent). Demgegenüber sprechen 33 Prozent (Vorquartal: 32 Prozent) von einer schlechten Geschäftslage.
Die Verunsicherung sei weiterhin hoch, die Verbraucher hielten sich mit Konsum und Ausgaben zurück. Darunter leide insbesondere der Einzelhandel. Allerdings gebe es auch Sortimente, die vom aktuellen Trend des so genannten „Cocooning“ profitieren. Damit ist die Verlagerung des sozialen und auch des Arbeitslebens in die eigenen vier Wände gemeint, mit der Konsequenz, sich sein Umfeld so komfortabel wie möglich einrichten zu wollen. „Händler, die Produkte rund ums Heimwerkern oder Einrichten, aber auch Equipment für Homeoffice anbieten, stehen momentan besser da, online wie offline“, so die IHK-Handelsexpertin Kathrin Wiellowicz.
Aber nicht nur beim Konsum sei Zurückhaltung angesagt. „Aufgrund fehlender Planungssicherheit überdenken die Unternehmen ihre Investitionspläne.“ Fast jeder zweite Betrieb (47 Prozent) wolle Einsparungen vornehmen. „Im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und bei der chemischen Industrie ist bereits eine geringere Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern sichtbar“, sagt Henrik Gerken, Volkswirtschaftler der IHK Stade.
Die Industrie bekomme die Corona-Auswirkungen im zweiten Quartal deutlich zu spüren. „Jeder zweite Betrieb bewertet seine Situation als schlecht. Auftragseingänge und Umsätze sind zurückgegangen“, so Gerken. Auch industrienahe Dienstleister seien betroffen: Reisebeschränkungen hätten zu einem Rückgang bei Service-und Wartungseinsätzen geführt.
 
Sorge vor einer zweiten Welle
 
Etwas mehr als ein Viertel der regionalen Unternehmen arbeiteten bereits wieder in oder über der Vorkrisenauslastung. Genauso viele rechneten jedoch erst im Verlauf des kommenden Jahres mit einer Rückkehr zur Normalität. „Es besteht die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle im Herbst.“ Das zeigten die Freitextantworten der Unternehmen, so Gerken.
Beim Blick auf die kommenden Monate gewännen die Betriebe zwar etwas an Zuversicht, der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen bleibe aber deutlich im Minus. Mit einer eher positiven Entwicklung rechneten 14 Prozent (Vorquartal: 6 Prozent). Nachdem im Vorquartal drei Viertel der Betriebe mit einem schlechteren Geschäftsverlauf gerechnet haben, sind es nun deutlich weniger, aber immer noch fast jeder zweite (46 Prozent).
353 Unternehmen aus dem Elbe-Weser-Raum wurden befragt; 222 Unternehmen haben geantwortet. Weitere Informationen: IHK Stade, Henrik Gerken, Tel.: 04141/524-285, E-Mail: henrik.gerken@stade.ihk.de


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