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Home:Cyclone: Die Ästhetik des Wirbelsturms

Worpswede (eb). In der Worpsweder Galerie KW/Randlage ist die Ausstellung des Künstlers Ingo Rabe zusehen. Gezeigt wird dessen Sammlung von gefundenen Wirbelstumaufnahmen.
 

Bilder
Eine Sammlung zahlreicher Fundstücke aus dem Internet, die einen besonderen Blick vom Weltall auf die Erde verschaffen.   Foto: eb

Eine Sammlung zahlreicher Fundstücke aus dem Internet, die einen besonderen Blick vom Weltall auf die Erde verschaffen. Foto: eb

In der Ausstellung HOME:CYCLONE des Fotografen und Medienkünstlers Ingo Rabe, sind 612 Fotografien von Wirbelstürmen zu sehen, die allesamt gefundene Bilder aus dem Internet sind.
 
Jahrelang gesammelt
 
Über viele Jahre hat Ingo Rabe eine große Sammlung angelegt, die er nach unterschiedlichen Kriterien, zumeist aber chronologisch, sortiert. Erstmals zeigt er einen Ausschnitt dieser Sammlung im Worpsweder Art/Space in der Galerie KW/Randlage. Um sich selbst einen Überblick über die Sammlung zu verschaffen, bedürfe es eines solchen Raumes, sagt er, denn eine umfangreiche Sichtung der Sammlung in dieser Form war bislang für ihn nicht möglich, denn weder am Computer noch in seinem Atelier habe er diese so simulieren können.
Mittels eines streng angelegten Rasters brachte er die Auswahl (jedes Bild mit einem Nagel und einer Klammer) an die Wand und verschafft nicht nur den Besucher:innen der Ausstellung, sondern auch sich selbst eine bislang nicht mögliche Übersicht und zeigt sich selbst begeistert von der Ästhetik und der Farbigkeit der Präsentation, wohl auch deshalb, weil er selbst für seine Fundstücke nicht verantwortlich sei, sagt er.
 
Prozessuale Beobachtungen
 
Wenngleich die Sammlung der Stürme, die oftmals große Schäden brachten oder gar zu verheerenden Katastrophen und damit verbundenen zahlreichen persönlichen Dramen und Schicksalen von Betroffenen geführt haben, berührt ihn dieser Hintergrund nicht. Die Bilder, die wir im Kopf haben, sind solche von Zerstörungen, die von den Medien choreografiert werden, sagt er. Vielmehr geht es ihm um die großartige Möglichkeit, aus dem Weltall auf die Erde zu schauen, Ergebnisse auf eine eher rudimentäre, mit Falschfarben versehene und auch unperfekte Darstellungsebene zu bringen.
Oft sind es prozessuale Beobachtungen über längere Zeiträume, welche verschiedene Stufen von Versuchen beschreiben - gerade dies zeichne seine künstlerische Arbeit aus. In der Ansammlung dieser zahlreichen Fundstücke formen sich Zeichen und nicht nur diese Erkenntnis kann er als Zwischenresümee der ersten Präsentation ziehen.
Besucher:innen haben die Gelegenheit, einzelne Bilder der Ausstellung im Präsentationszeitraum für nur 25 Euro zu erwerben und somit einen Teil der Präsentation in der Galerie zu besitzen. Besuche sind unter Einhaltung der jeweils gültigen Hygienevorschriften (Maske tragen, Abstand halten …) nach telefonischer Vereinbarung jederzeit möglich.
Weitere Informationen finden sich auf der Website www.kw-randlage.de.


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