Andreas Klüh

Grundstückskauf ist besiegelt

Mit dem Kauf zentraler Grundstücke erhält Osterholz-Scharmbeck die Chance, auf rund 14.000 Quadratmetern seine Innenstadt mit Wohnen, Gastronomie, Handel und neuen Aufenthaltsflächen grundlegend weiterzuentwickeln.
(v. l.) Maike Sewtz und Wolfgang Pilz (beide vom Ortskirchenvorstand), Frank Wiener (Bauamtsleiter), Lara Schilde (Superintendentin) sowie Bürgermeister Torsten Rohde mit dem Sanierungsplan.

(v. l.) Maike Sewtz und Wolfgang Pilz (beide vom Ortskirchenvorstand), Frank Wiener (Bauamtsleiter), Lara Schilde (Superintendentin) sowie Bürgermeister Torsten Rohde mit dem Sanierungsplan.

Bild: Akl

Osterholz-Scharmbeck. Die Stadt Osterholz-Scharmbeck und die St.-Willehadi-Kirchengemeinde haben sich über den Verkauf mehrerer Grundstücke in der Innenstadt geeinigt. Rund 9.000 Quadratmeter Fläche in bester Lage wechselten nach langen Verhandlungen den Besitzer. Lara Schilde, seit April neue Superintendentin des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck: „Ich möchte die große Dankbarkeit der Kirche zum Ausdruck bringen für die gute Zusammenarbeit bei diesem Projekt.“ Auch Noch-Bürgermeister Torsten Rohde freut sich darüber, dass eine Einigung der beiden Parteien noch rechtzeitig zum Ende seiner Dienstzeit erzielt werden konnte.

 

Stadtentwicklung geht weiter

Bereits im Jahr 2016 hatten die Stadt und die Kirchengemeinde mit einem „Letter of Intent“ ihre gemeinsame Absicht bekräftigt, die im „Rahmenplan Innenstadt“ formulierten Entwicklungsziele und Maßnahmen voranzubringen. Mit dem nun vereinbarten Grundstückskauf durch die Kreisstadt wird ein weiterer wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Stadt umgesetzt. Insgesamt stehen den Planern nach dem Erwerb der Flächen rund um das Gemeindehaus, der alten Superintendur, dem Bereich der Marktweide sowie stadteigenen Grundstücken knapp 14.000 Quadratmeter zur Verfügung. Das Projekt wurde 2019 erfolgreich in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen und profitiert von entsprechenden Fördermitteln.

Bei der Neugestaltung der Flächen sollen auch in Zukunft die Interessen der Kirchengemeinde gewahrt bleiben. Insgesamt soll die Innenstadt als Wohn-, Arbeits- und Erlebnisstandort aufgewertet und weiterentwickelt werden. „Wir müssen die Innenstadt neu denken und haben jetzt die einmalige Chance dazu“, sagt Bürgermeister Rohde.

Ein Investorwettbewerb soll die besten Ideen für Wohnangebote, Dienstleistungen, Gastronomie und Einzelhandel hervorbringen. Mitgedacht werden auch Möglichkeiten für zentrales Parken, eventuell in Form einer Tiefgarage. Die Konzepte sollen die Aufenthaltsqualität im Zentrum der Kreisstadt deutlich verbessern.

Weitere Aktionen haben bereits das Innenstadtbild verändert. So wurde der rund 400 Quadratmeter große „Brigitte-Escherhausen-Platz“ grundlegend erneuert und ein barrierefreier Zugang von der Lindenstraße zum Stadtpark fertiggestellt. Ein weiteres Projekt betrifft den Scharmbecker Bach. Er soll im Bereich der Innenstadt als prägendes Element direkt am Marktplatz aufgewertet und naturnah umgestaltet werden.

 

Geld bereits verplant

Das Geld, das die Kirchengemeinde St. Willehadi durch den Verkauf ihrer Grundstücke erhalten hat, fließt komplett in das neue „Haus der Kirche“. Zentral in der Osterholz-Scharmbecker Innenstadt gelegen, soll das Begegnungszentrum zukünftig Platz für die Dienste des Kirchenkreises bieten. Der Bau hat mittlerweile begonnen und nach den Vorstellungen der Verantwortlichen erfolgt im vierten Quartal 2027 der Einzug in die Räumlichkeiten. Kai Oevermann vom Kirchenamt in Verden ist froh über die erzielten Einnahmen und bezeichnet den Betrag als wichtigen Baustein für die Realisierung des Neubaus.


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