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Grüne/UWG will "wachrütteln"

Die Kreistagsfraktion Grüne/UWG will im Ausschuss für Umwelt und Planung einen Sachstandsbericht zur B74neu hören.

Landkreis Osterholz. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die kommende Sitzung am 5. März eingereicht. Die Planungen zur neuen B74 fänden „in einem kleinen und auserwählten Kreis“ statt, bemängeln die Grünen. Mitglieder ihrer Partei hätten keinen Zugang zum sogenannten Dialogforum. „Wir halten es für geboten, die geplanten baulichen Ausweitungen der Trassenführung und deren Folgen für Anwohner:innen, Verkehrsteilnehmende und die Umwelt dargestellt zu bekommen“, sagt die Fraktionsvorsitzende Dörte Gedat. Die aktuelle Planung beinhalte „monströse Brückenbauten“ sowie „riesige Rampen und Auffahrtschleifen, die an ein Autobahnkreuz erinnern“. Um eine solche „Verschandelung unserer schönen Landschaft“ zu verhindern, sei es wichtig, die Öffentlichkeit zu informieren.

„Damit sich alle Abgeordneten einen Eindruck von den im Forum vorgestellten Absichten der Planer und den drastischen Auswirkungen auf Natur und Landschaft machen können, beantragen wir einen Sachstandsbericht im zuständigen Fachausschuss für Umwelt und Planung des Kreistages.“ Der Bericht solle auch eine visuelle Darstellung der geplanten Knotenpunkte beinhalten und die Auswirkungen auf den Radverkehr und den landwirtschaftlichen Verkehr beleuchten, fordert die Fraktion.

Die erwarteten Verkehrszahlen nach dem Ausbau will die Fraktion ebenfalls wissen. „Die neue Straße soll mehr Verkehr ziehen als die bisherige B74. Das ist gewollt und ein Ziel des Ausbaus als Fernstraßenverbindung. Diese steigenden Verkehrszahlen werden aber auch auf den nicht ausgebauten Bereichen der alten B74 zu weiteren Belastungen der dortigen Anwohnern führen“, so Dörte Gedat. Man werde sich weiterhin vehement gegen das Bauvorhaben engagieren, verspricht die Fraktionsvorsitzende. „Die Kreistagsfraktion wird alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um diese wahnwitzige Planung zu verhindern. Wir begrüßen es sehr, dass sich nun ein Bündnis gründen wird, um eine Klage vorzubereiten“, sagt Gedat.


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