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Grabenlose Kanalsanierung

Osterholz-Scharmbeck (eb). Die Osterholzer Stadtwerke beginnen am Dienstag, 2. Juni, mit den Vorarbeiten für die Sanierung des Schmutzwasserkanals in der Koppelstraße und Am Deich (im Bereich zwischen Lindenstraße und Sandbeckstraße).
 

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Inliner Verlegung in der Straße Wienbeck (Lintel) im August 2016 mit Daniela Rahn.  Foto: eb

Inliner Verlegung in der Straße Wienbeck (Lintel) im August 2016 mit Daniela Rahn. Foto: eb

Osterholz-Scharmbeck (eb). Die Osterholzer Stadtwerke beginnen am Dienstag, 2. Juni, mit den Vorarbeiten für die Sanierung des Schmutzwasserkanals in der Koppelstraße und Am Deich (im Bereich zwischen Lindenstraße und Sandbeckstraße). Ab voraussichtlich Montag, 29. Juni, starten die etwa fünfwöchigen Sanierungsarbeiten. „Der Kanal bekommt eine neue Innenhülle mit der neuesten Technik“, informiert Daniela Rahn von den Osterholzer Stadtwerken. „Mit diesem Verfahren vermeiden wir offene Rohrgräben und die Oberflächen bleiben erhalten. So können wir den Kanal auf einer Länge von 550 Metern fachgerecht, dauerhaft, kostengünstiger sowie mit geringeren Beeinträchtigungen für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer sanieren.“ Arbeiten in Abend- und Nachtstunden Die Leiterin Entwässerung weist darauf hin, dass die Arbeiten an der bedeutsamen Verkehrsstraße in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde im Wesentlichen in den Abend- und Nachtstunden (zwischen 19 und 6 Uhr) durchgeführt werden. „Wir haben mit diesem „Inliner-Sanierungs-Verfahren“ schon an vielen anderen Stellen der Stadt gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Bautechniker Thomas Schnakenberg von den Osterholzer Stadtwerken. „Neu ist für uns, dass hier die Fachfirma überwiegend nachts im Einsatz ist. Diese Maßnahme gehört zu unseren Großprojekten bei der Kanalsanierung in diesem Jahr. Wir investieren in diesem Abschnitt rund 150.000 Euro und leisten damit einen weiteren großen Schritt für die sichere Entwässerung in dieser Stadt.“ 282 Kilometer Kanalnetz Das gesamte Kanalnetz der Osterholzer Stadtwerke in der Kreisstadt hat eine Länge von 282 Kilometern. Jährlich werden Abschnitte des Kanalnetzes mit einer selbstfahrenden Kanalkamera untersucht. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen werden dann die nächsten Sanierungsmaßnahmen geplant. Bei der Kanalsanierung in einem „geschlossenen Verfahren“ verlegen die Spezialisten einen Schlauch (den sogenannten „Inliner“) im sanierungsbedürftigen Kanal, der aushärtet und alle Funktionen des Altrohres übernimmt. Zuvor werden mit einem Fräsroboter einragende Hindernisse im Rohr beseitigt. Etwaige Rohrbeschädigungen und Hohlräume werden mit einem Harz verpresst, sodass das Rohr einen zusätzlichen Halt erhält. Nach dem Einbau des Inliners werden die Öffnungen für die Hausanschlüsse ausgefräst und mit Hutprofilen verbunden. Zum Abschluss wird alles mit einer Kanalaufnahme kontrolliert. Die Anlieger erhalten vor dem Einbau des Inliners von der ausführenden Baufirma eine Information. Für kurzzeitige und unvermeidbare Lärmbelästigungen sowie Beeinträchtigungen bitten die Stadtwerke um Verständnis.


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