Alfons Volmer

Gemeinsam Essen in traurigen Zeiten

Neuenkirchen. Der 1,2 Millionen Euro schwere Mensaneubau an der Grund- und Ganztagsschule in Neuenkirchen wurde feierlich eingeweiht.
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Auch ohne Kultusminister Grant Hendrik Tonne, der aufgrund von Beratungen zur Flüchtlingssituation absagen musste, war es eine illustre Gesellschaft, die sich am 16. März in der Grund- und teilgebundenen Ganztagsschule Neuenkirchen zur Einweihung der neuen Mensa eingefunden hatte. Schulleiterin Luer äußerte in der Begrüßungsansprache ihre große Freude über die Fertigstellung des schönen Gebäudes bei weiterlaufendem Schulbetrieb. Und mit einem Augenzwinkern gab sie Bürgermeisterin Jantz-Herrmann ihre Hoffnung zu verstehen, dass nun auch die Bepflanzung des noch brachliegenden Außengeländes zum Schulgarten mit Sitz- und Essecken sowie mobilen Hochbeeten zeitnah erfolgen wird.
 
Ein Gemeinschaftserlebnis
 
Besonders die Kinder hätten schon sehnsüchtig auf ihren neuen und eigenen Pausenraum gewartet, war doch der Lärmpegel in der bisher genutzten Aula sehr hoch, die zudem auch von Vereinen sowie dem Gemeinderat mitgenutzt wurde.
Für den bevorstehenden Neubau des Verwaltungsgebäudes wünsche sie sich einen ebenfalls guten Verlauf, wohl wissend, dass diese Maßnahme sicherlich eine weitaus größere Belastung und Herausforderung darstellen wird. Meike Wernwag, schulfachliche Dezernentin, stellte zur allgemeinen Erheiterung ihrer Rede voran, was sie bereits mehreren nachfragenden Schülerinnen auf dem Schulhof erklärt hatte: „Nein, ich bin nicht die Frau des Kultusministers.“ In ihrer Rede hob sie dann den sozialen und kommunikativen Aspekt eines gemeinsamen Essens hervor. Es sei weitaus mehr als reine Nahrungsaufnahme, fiele im täglichen Leben aber leider nur zu oft weg. „Alles, was wir hier tun, ist für die Kinder, das bringt Lichtblicke und Ansporn in traurigen Zeiten und dieser helle, gemütliche Raum sei bestens dafür geeignet, täglich ein wertvolles Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln“, so Wernwag.
 
Kein Matsch mehr auf dem Teller
 
Die Bürgermeisterin zeigte sich ebenfalls froh und zufrieden mit dem Bauergebnis, denn von den Baukosten in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen waren allein Landesmittel in Höhe von 800.000 Euro im sogenannten „Windhundverfahren“ geflossen - mit de Vorgabe, sofort umgesetzt zu werden. Deswegen sei große Eile geboten gewesen.
Der Gartenwunsch könne im Übrigen zwar nicht direkt, aber zeitnah erfüllt werden. Es folgte eine vorbereitete Video-Show, in welcher die Schüler:innen vier Clips zum Thema „Essen“ präsentierten und die Titel „Fang das Gemüse ein, Karotten-Apfel-Aufstrich, Jalebi und Popcorn“ ließen schon ahnen, was unter anderem in der blitzblanken neuen Küche künftig schonend zubereitet und, so Frau Luer, „nicht mehr so matschig auf den Teller kommen wird“.
Zum Abschluss erklärte Frau Hengen-Preiß vom Schulelternrat, dass alle großen Spaß bei den Dreharbeiten hatten und sich hier bestens aufgehoben fühlten. Offiziell eröffnet wurde die Mensa schließlich von sechs Schüler:innen, indem sie die obligatorische rote Schleife durchschnitten.


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