Janine Girth

Freisprechung in der Stadthalle - 135 neue Handwerksgesellen/innen

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Landkreis. Festliche Kleidung, Alltags-Look, aber auch die traditionelle Gesellenkluft waren in der vergangenen Woche in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck angesagt. Die Handwerkskammern Osterholz und Bremervörde hatten am Freitag Abend zur Freisprechungsfeier des Handwerks eingeladen.
Nach der musikalischen Einleitung der BBS-Lehrerband „Five Branches“, die den Abend sinnvollerweise mit dem Song „Guten Morgen Freiheit“ eröffnete, war es dem Kreishandwerksmeister Diedrich Höyns vorbehalten, die 135 neuen Gesellen/innen des Handwerks und die teilnehmenden Gäste zu begrüßen. „Herzlichen Glückwunsch, vor wenigen Tagen habt Ihr die Prüfungen beendet.“ Bei den Gesellenprüfungen war es 19 Kandidaten/innen gelungen, ihre Prüfung mit Bestnoten anzuschließen, was bedeutet, dass sie sowohl in „Kenntnissen“ als auch in „Fertigkeiten“ mit den Noten „Gut“ oder besser abgeschnitten haben. Innungsbester mit „Sehr gut“ in beiden Prüfungsteilen wurde Peter Rillox vom Ausbildungsbetrieb Zimmerei Jochen Behrendt in Selsingen. Alle Innungsbesten wurden mit einer Prämie der Volksbank und mit einem Geschenk der Innung bedacht. Die Übergabe erfolgte durch das Vorstandsmitglied der Volksbank Jan Mackenberg und dem Kreishandwerksmeister Jürgen Blome und der Stellvertretenden Kreishandwerksmeisterin Michaela Fischer.
Grußwort und Festansprache
Aber was ist ein Festakt ohne Grußwort und Festansprache. Da die Polizeioberrätin Antje Schlichtmann selbst einen Zimmerermeister in der Familie hat, fiel ihr der Bezug zum Handwerk bei ihrem Grußwort leicht. „Ihr müsst Entscheidungen jetzt ohne euren Ausbilder treffen“, gab sie den Neu-Gesellen zu bedenken, um humorvoll zu ergänzen: „...und euch auch noch mit den schlauen Ratschlägen von Hobbyhandwerkern auseinandersetzen.“ Nach der Leiterin des Polizeikommissariats Osterholz übernahm mit Reinhard Grindel der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes den Platz am Rednerpult.
Grindel verglich die Rolle des Ausbilders mit der eines Trainers. „Neben dem handwerklichen Arbeiten ist auch das Vermitteln von sozialen Kompetenzen wichtig“, betonte er. Ein Team könne zwar gut ohne den Einzelnen auskommen, aber der Einzelne wäre nichts ohne seine Mannschaft. Das Gemeinschaftserlebnis sie durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig warb er bei allen Anwesenden für ein ehrenamtliches Engagement. Derzeit spielen 80.000 Menschen mit Migrationsgeschichte in deutschen Vereinen Fußball führte er aus, das sei ohne die Hilfe von ehrenamtlichen Trainern und Betreuern nicht zu schultern. Lobende Worte fand Grindel für das duale Ausbildungssystem in Deutschland und stellte fest, dass sowohl im Handwerk als auch beim Fußball solide Handwerker gebraucht würden. „Fußball und Handwerk müssen am Ball bleiben.“
Nach der feierlichen Freisprechung durch den Kreishandwerksmeister, der Aushändigung der Prüfungszeugnisse und der Ehrung der Prüfungsbesten, hatten die „Five Branches“ beim musikalischen Ausklang noch einmal die Möglichkeit ihr Können zu beweisen. Nach seinem Schlusswort beendete Kreishandwerksmeister Höyns mit der Schließung der Zunfttruhe den offiziellen Festakt der Freisprechungsfeier.


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