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EWE bekennt Farbe

Worpswede (pvio). Die EWE Netz GmbH lässt von lokalen Künstler:innen in den Städten und Gemeinden in Ems-Weser-Elbe ihre Trafostationen künstlerisch gestalten.

Bilder
Unterstützen Trafokästenkunst: Hendrik Lüürs (EWE), Bürgermeister Stefan Schwenke und Torsten Wünstenberg (EWE).

Unterstützen Trafokästenkunst: Hendrik Lüürs (EWE), Bürgermeister Stefan Schwenke und Torsten Wünstenberg (EWE).

Quadratisch, praktisch und meist einfarbig - so kennt man die Trafokästen, wenn man sie überhaupt wahrnimmt. Meistens sind sie grün, manchmal grau - es kommt auf die übrige Umgebung an. In die hatten sie sich bisher unauffällig einzufügen. Bis jetzt. Denn der Netzbetreiber EWE lässt seinen Trafostationen fortan einen künstlerischen Charakter angedeihen. Ihren Anfang nimmt die künstlerische Stromkastengestaltung - wie soll es auch anders sein - in Worpswede.
Der Aufgabe angenommen hat sich der Künstler David Didebulidze - „ein begnadeter Künstler“, wie ihn Bürgermeister Stefan Schwenke nennt. Torsten Wüstenberg, Leiter der EWE Netzregion Cuxhaven/Delmenhorst und Stellvertreter des Bürgermeisters im Worpswede Verein für Kuns und Kulturförderung, freue sich über die Zusammenarbeit mit dem Künstler. Weil die so gut gelaufen sei, werde man fortan auch in anderen Gemeinden und Städten der Netzregion versuchen, lokale Künstler:innen für die Gestaltung der Trafokästen zu finden. „Worpswede ist sozusagen der Pilot“ für weitere Trafokunstprojekte in der Region. Ein Budget von 20.000 Euro stehe für sie bereit, so Wüstenberg. So betreibe der Stromversorger zugleich eine monetäre Versorgung der Künstler:innen, denen es in der Pandemie besonders schwer ergeht, wie Bürgermeister Schwenke anmerkt.
Weiter soll es Schwanewede, Hambergen und Grasberg gehen - sobald das Wetter es zulässt. Wo keine Künstler:innen gefunden werden können, sollen die Trafostationen mit lokalen Motiven versehen werden.
Der von Didebulidze gestaltete Trafokasten liegt am großen Parkplatz in der Bergstraße, Richtung Marcusheide. Aber nicht nur der Große dicke, auch die kleinen Verteilerkästen wurden gestaltet. Bei seiner Transformation des Stromkastens, bei der Didebulidze dessen grüne Fläche mit bunten Punkten versah, habe er ihn nicht als einen bloßen Bildträger genutzt, sondern ihn als „ein Objekt im Sinne der Konzeptkunst“, der einerseits das traditionsreiche Kunsterbe von Worpswede in sich trägt und andrerseits die Umwelt widerspiegelt“ betrachtet, wie der Künstler erklärt.
Und dieser Ansatz erweist sich bei weiterem Nachdenken als durchaus spannend, denn ein Trafokasten und Kunst haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind beides Räume, in denen etwas transformiert wird und beide halten auf ihre spezifische Weise das gesellschaftliche Leben in Gang: Jener lässt einem buchstäblich, diese einem metaphorisch ein Licht aufgehen.


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