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Ein ganzes Leben im SoVD

Die Adolphsdorferin Martha Hellemann feierte im Frühjahr ihre 75-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband Deutschland und wurde auf der Grasberger Jahreshauptversammlung geehrt.

Martha Hellemann präsentiert gemeinsam mit Jutta Peters vom SoVD Grasberg stolz ihre Urkunde.

Martha Hellemann präsentiert gemeinsam mit Jutta Peters vom SoVD Grasberg stolz ihre Urkunde.

Bild: Akl

Grasberg. Die rüstige 97-jährige trat bereits 1951 im Alter von 22 Jahren in den damaligen Reichsbund ein. Nachdem ihr erster Ehemann im Oktober des selben Jahres gestorben war, suchte die junge Witwe Unterstützung, um ihre Versorgungsansprüche als Hinterbliebene eines Kriegsopfers durchzusetzen. Zu der Zeit war bereits ein Sohn, der aus dem Grasberger Ortsteil Schmalenbeck stammenden Martha Hellemann, geboren.

Um zu überleben, übte sie verschiedene Tätigkeiten aus und übernahm für ihr Auskommen mitunter sehr beschwerliche Arbeiten. Sie heiratete ein weiteres Mal und bekam noch eine Tochter. Auch der zweite Ehemann ist mittlerweile verstorben. Heute freut sich die Rentnerin bei Familienfeiern über die Besuche der Familien ihrer zwei Kinder sowie der fünf Enkel und vier Urenkel. Das Jüngste ist gerademal zweieinhalb Jahre alt und alle Verwandten wohnen in einem engen Umkreis zum Wohnort der alten Dame.

Durch die Unterstützung der Tochter und eines Pflegedienstes kann Martha Hellemann noch in der eigenen Wohnung leben und den Ausblick in ihren gepflegten Garten genießen. Dem SoVD ist sie bis heute treu geblieben und besuchte mit einer Freundin in jedem Advent die Weihnachtsfeier des Sozialverbandes auf dem historischen Findorffhof. Nur im letzten Jahr konnte sie nach dem Tod ihrer Bekannten und aus gesundheitlichen Gründen nicht an dem stimmungsvollen Event teilnehmen.

Gerne erinnert sie sich an die vielen gemeinsamen Ausflüge der Grasberger SoVD-Mitglieder. Fahrten nach Bad Zwischenahn, in den Harz oder zu Hagenbecks Tierpark in Hamburg waren nur einige der Highlights. Darüber hinaus war Martha Hellemann ein halbes Jahrhundert lang bei jedem Wetter mit ihrem Fahrrad pro Tour mehr als 20 Kilometer unterwegs, um die monatlich erscheinende Zeitung des Sozialverbandes „SoVD-Soziales im Blick“ den Mitgliedern in Adolphsdorf und Tüschendorf in die Briefkästen zu stecken. Anfangs gehörte zusätzlich das Kassieren der Mitgliedsbeiträge zu ihren Aufgaben.

Neben den Aktivitäten im SoVD suchte Martha Hellemann auch die Geselligkeit in der Dorfgemeinschaft und als passives Mitglied im Schützenverein. Daneben hat sie sich immer gerne mit Handarbeiten aller Art beschäftigt, vor allem das Stricken und Sticken gehörten zu ihrer Passion. Wenn sie aktuell abschalten will, schaut sie am liebsten Musiksendungen im Fernsehen. Zu ihren Favoriten zählen bis heute Beiträge von Florian Silbereisen und der ZDF-Fernsehgarten am Sonntagmittag.

 

80 Jahre Kreisverband Osterholz

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) gehört zu einem der großen gemeinnützigen Sozialverbände in der Bundesrepublik. In Niedersachsen wurde in diesem Jahr ein neuer Mitgliederrekord aufgestellt und die 300.000er-Marke übertroffen. Zu den umfangreichen Aufgaben des Sozialverbandes gehören die kompetente Beratung seiner Mitglieder zu den Themen Rente, Behinderung, Pflege, Gesundheit, Bürgergeld und Patientenverfügung beziehungsweise Vorsorgevollmacht. Zu den rund 50 Beratungszentren in Niedersachsen gehört auch das SoVD-Beratungszentrum in der Schwaneweder Straße in Osterholz-Scharmbeck. Der Kreisverband Osterholz feiert in diesem Jahr im September sein 80-jähriges Jubiläum auf Gut Sandbeck. Angekündigt als Festrednerin ist die Vorstandsvorsitzende des SoVD-Bundesverbands Michaela Engelmeier.


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