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Bratkartoffelbrot

Ich grüße Sie liebe Leserinnen und Leser. Ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie haben Lust auf was Neues. Erlebt habe ich nicht viel, es ist zurzeit immer der gleiche Trott. Ein wenig kreativ war ich und habe für mich gebastelt. Frühjahrsputz wäre angesagt gewesen, aber mir fehlte einfach der Ansporn und so habe ich erst mal ausgemistet. Ich bewahre immer einiges auf, man könnte es ja noch mal gebrauchen. Damit ist jetzt Schluss, habe einiges entsorgt und Platz geschaffen. Dann kam die Frage von meinem Lebensgefährten, warum schmeißt du das weg. Ich schaute ihn nur an, das sagte mehr als tausend Worte.
Mein heutiges Rezept wird halb gekocht und halb gebacken. Ich habe es gelesen und mir war klar, das ist was für meine Leserinnen und Leser. Musste mich aber erst mal selber davon überzeugen. Denn wenn man die Zubereitung liest, bekommt man Zweifel. Wir fangen mit den Zutaten für den Käs an: 200 g mehlig kochende Kartoffeln, 125 g Speisequark (20%), 50 g saure Sahne, Salz, Pfeffer, frische Petersilie. Zutaten für das Brot: 500 g mehlig kochende Kartoffeln, 1 bis 2 EL Öl, 150 g geräucherter durchwachsener Speck (kein Bacon), 1 EL Zucker, 1 Würfel frische Hefe (42 g), 500 g Dinkelmehl Type 630. Fangen wir mit dem Käs an. Kartoffeln in der Schale garen, abgießen, auskühlen lassen und pellen. Mit Quark und saurer Sahne zu einer homogenen Masse stampfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3 bis 4 Stiele Petersilie waschen, fein hacken, unter den Käs rühren. Den stellen Sie kalt. Der ist schon lecker, oder? Nun zum Brot. Kartoffeln schälen, in sehr dünne Scheiben hobeln. Der Speck wird fein gewürfelt. Die Kartoffelscheiben im heißen Öl kross anbraten, Speck dazugeben und mitbraten. Das Ganze lauwarm abkühlen lassen. 200 ml lauwarmes Wasser mit dem Zucker anrühren, Hefe hinein bröckeln und verrühren, bis die Hefe aufgelöst ist. Das Dinkelmehl in eine Schüssel geben, die Hefemischung dazu gießen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Nun die Bratkartoffeln dazu und alles gut verkneten. Das geht am besten mit der Küchenmaschine. Bei Bedarf etwas Wasser dazugeben. Ich brauchte das nicht. Den Teig abgedeckt, mit einem feuchten Tuch, an einem warmen Ort, 1 Stunde gehen lassen. Ich habe mir mal eine Knetwanne extra für Brot- und Hefeteige gekauft. Ist mit Deckel, die möchte ich nicht mehr missen. Ich war da echt gespannt, ob der Teig überhaupt aufgeht, wegen der schweren Zutaten. Er ging auf, fantastisch. Den Backofen heizen Sie auf 210°C - Umluft 190°C - vor. Haben Sie einen gusseisernen Topf mit Deckel? Dann muss dieser mit in den Ofen zum Vorheizen. Sie können den Teig aber auch als ovales Laib auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Stäuben Sie noch etwas Mehl auf das Brot. Beim Topf genauso, auf Backpapier legen, mit Mehl bestäuben und mit Papier in den Topf geben, Deckel drauf, ab in den Ofen. Das Brot wird 55 Minuten gebacken. Ich war wirklich gespannt, wie es wird. Es ist super gelungen, saftig, schöne Kruste. Das lange Warten bis zum ersten Anschnitt macht mich immer verrückt. Der Knus gehört mir. Ich habe noch einen bunten Salat dazu gemacht. Der Käs passt toll auf das Brot. Ein schönes Abendessen. Probieren Sie es aus. Sie werden von dem Geschmack begeistert sein.
Vor ein paar Tagen habe ich meine Rezepthefte aussortiert. Sie können sich nicht vorstellen, wie weh das tat. Die ältesten waren zehn Jahre alt. Da habe ich natürlich ein paar zurück behalten. Aber sonst, weg damit. Man kann halt nicht alles aufbewahren.
Ich verabschiede mich jetzt erst mal von Ihnen, sage Tschüss bis zum nächsten Mal liebe Leserinnen und Leser. Bleiben Sie gesund und guter Dinge.
Ihre Meike.


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