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Beeindruckendes Engagement

Im Kreishaus wurde zum ersten Mal der Jugendförderpreis des Landkreises vergeben. Zehn Projekte wurden dabei ausgezeichnet.
Aus der Jugendwerkstatt des Landkreises stammten diese Auszeichnungen, die den drei Jugendförderpreisgeldträgern zusätzlich überreicht wurden.

Aus der Jugendwerkstatt des Landkreises stammten diese Auszeichnungen, die den drei Jugendförderpreisgeldträgern zusätzlich überreicht wurden.

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck. Nachdem im Jahre 2024 die Förderrichtlinien des Landkreises in Sachen Jugendarbeit neu gestaltet worden waren, wurde im drauf folgenden Jahr das erste Mal der Jugendförderpreis, ausgestattet mit 2.500 Euro, ausgelobt. Nun fand zum ersten Mal die Prämierung der überzeugendsten Ideen und Umsetzungen statt.

 

„Wirklich nachahmenswert“

Landrat Bernd Lütjen zeigte sich in den kurzen Grußworten an seine jungen Gäste im Großen Sitzungssaal im Kreishaus begeistert über die große Resonanz unter den Vereinen, Verbänden und Initiativen des Landkreises. „Und auch die Projekte waren wirklich nachahmenswert“, sagte Lütjen. Unter dem Motto „Gemeinsam leben“ sondierten unter anderen Brigitte Neuner-Krämer als Mitglied des Kreistags und des Jugendhilfeausschusses, Jugendamtsleiter Arwed Gmyrek und Kreisjugendpflegerin Katrin Sander die Beiträge, die aus dem gesamten Landkreis eingereicht worden waren. Die Bandbreite des Engagements für die Kinder und Jugendlichen in den Vereinen, Verbänden und in der kommunalen Jugendarbeit ließ sie erstaunen. „Mehr als Dank“ sei das wert. „Damit haben sie einen wertvollen Beitrag zu einer vielfältigen, inklusiven und demokratischen Gesellschaft geleistet“, lobte Lütjen.

Zehn Projekte wurden genauer vorgestellt und deren Vertreterinnen und Vertreter mit einem Ehrenpreis oder einem Geldpreis bedacht. „Jugend baut“ hatte einen Pavillon auf der Freifläche hinter dem Haus der Kirche in der Osterholz-Scharmbecker Innenstadt gebaut und dabei gelernt, welche planerischen Wege durch Politik, Handwerk und Selbstorganisation dafür zu beschreiten waren. Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr OHZ stellte nicht nur einfach eine Bank der Vielfalt auf, sondern fanden Partner für Material, Know-how und logistische Unterstützung.

Das inklusive Jugendtraining des Golfclubs Lilienthal kann behaupten, dass die Kommunikation für Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne eine Beeinträchtigung nun eine Selbstverständlichkeit sei. Das Moorprojekt des NaBu Hambergen hat dank der jahrzehntealten Mitarbeit der jeweils Siebtklässler bestimmt nicht nur Schmetterlingen und Libellen das Leben gerettet, sondern auch der jungen Generation die Augen für die Natur geöffnet.

Mehr Unterstützung als erwartet überraschte die queere Jugend-Gruppe „Drag it yourself“ aus Lilienthal, die sich mit einer viertägigen Freizeit einen sicheren Raum für junge Menschen gewünscht hatten, die lesbisch, schwul, bi*, trans*, inter* oder assexuell – also alles andere als cis-hetero sind. Über den Sport hinaus hat sich der TV Lilienthal mit „Jugend trifft sich im Verein“ geöffnet. Das Angebot wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen und stärkt das Miteinander im gesamten Verein.

Im Jugendtreff Grasberg waren die pädagogischen Begleiterinnen und Begleiter beeindruckt von der aktiven Teilnahme und dem regen Interesse der Jugendlichen auf der „Reise gegen das Vergessen“, die die Jugendlichen von heute „salonfähig“ werdenden Ansichten und Ausdrücken aus der NS-Zeit mit den Schrecken des Faschismus und der Konzentrationslager konfrontierte. Das brachte ihnen ein Preisgeld von 750 Euro ein.

Der erste Kinder- und Jugendfeuerwehrtag der Gemeinde-Jugendfeuerwehr Lilienthal schuf Bindung zur Feuerwehr und damit eine sehr gute Außendarstellung des wichtigen Ehrenamtes. Die THW Jugend stellte selbstkritisch fest, dass man in den klassischen THW-Strukturen keine Beeinträchtigung mitbringen darf – das galt es zu ändern. „Inklusion ist ein Schritt hin zu einer offenen, modernen und demokratischen Gesellschaft“, fanden die jungen THW-Leute, die damit zu Recht ihre Auszeichnung und 750 Euro erhielten.

 

Erster Preis für „Lilis Wohnzimmer“

Das selbstverwaltete Projekt „Lilis Wohnzimmer“, so der Name der selbstrenovierten Räumlichkeiten im Konventshaus, soll jungen Menschen von zwölf bis Ende 20 Raum für Kultur, für politischen Austausch und zum Feiern bieten. Der Weg dahin bot viele Lehrstunden in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, handwerkliche Fähigkeiten, lösungsorientiertes Arbeiten, Finanzierungsmöglichkeiten und Umgang mit Verwaltung und Politik. Sie erhielten für ihre Arbeit den ersten Preis von 1.000 Euro.


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