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Altarm der Hamme wurde wiederhergestellt

Landkreis. Der "Altarm 3" der Hamme wurde in einer dreimonatigen Baumaßnahme wieder aufgegraben und dem Fluss angeschlossen.

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Mit einer dreimonatigen Baumaßnahme wurde der Altarm der Hamme südöstlich von Scharmbeckstotel wieder angeschlossen. Gefördert wurde das Renaturierungsvorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Niedersachsen.  Fotos: eb

Mit einer dreimonatigen Baumaßnahme wurde der Altarm der Hamme südöstlich von Scharmbeckstotel wieder angeschlossen. Gefördert wurde das Renaturierungsvorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Niedersachsen. Fotos: eb

Im Naturschutzgebiet „Hammeniederung“ führt der Landkreis die Renaturierung der Hammealtarme fort, die die Hamme unterhalb von Tietjens Hütte südwärts bis in die Nähe der Ritterhuder Schleuse begleiten. Die aktuellen Maßnahmen betreffen den rechts der Hamme und südöstlich von Scharmbeckstotel gelegenen Altarm 3, der dem Fluss wieder angeschlossen wurde.
Den vor vielen Jahrzehnten zugeschütteten unteren Abschnitt des Altarms auf einer Länge von rund 230 Metern wiederherzustellen und an die Hamme anzuschließen, war das Ziel der jüngsten Baumaßnahme, die von Ende Oktober 2019 bis Ende Januar 2020 durchgeführt wurde.
„Wir geben damit einen naturnahen Gewässerabschnitt der Natur zurück und schaffen Lebensraum für wassergebundene Tierarten, wie Fische, Amphibien und Muscheln. Die Uferbereiche und die jetzt inselartige Altarminnenfläche sind zudem nun so gestaltet, dass sich auentypische, arten- und blütenreiche Ufersäume entwickeln können“, erläutert Diplom-Biologin Ilse Grundmann von der unteren Naturschutzbehörde die Maßnahmen.
 
Historischer Verlauf wieder aufgegraben
 
Die Hamme-Altarme zwischen der Ritterhuder Schleuse und Tietjens Hütte sind entstanden, als Mitte des 19. Jahrhunderts der stark mäandrierende Flusslauf der Hamme begradigt wurde. Die Mäanderbögen blieben überwiegend als einseitig an die begradigte Hamme angeschlossene Altarme erhalten. Bei dem Altarm 3 war der Unterlauf mit Sand zugeschüttet worden.
Den verbliebenen Teil des Altarms 3 hatte der Landkreis bereits im Jahr 2007 im Rahmen des gesamtstaatlich repräsentativen Naturschutzgroßprojektes „Hammeniederung“ entschlammt. Zudem wurde im Jahr 2008 eine Sohlschwelle an der oberen Anbindung an die Hamme gebaut, um ein Leerlaufen des Altarmes bei winterlichem Niedrigwasser in der Hamme zu verhindern.
Mit der jetzigen Maßnahme wurde der historische Verlauf des Altarms bis zur Mündung in die Hamme wieder aufgegraben. Die Profilform und Tiefenlage orientiert sich an den oberhalb gelegenen Abschnitten des Altarms.
 
Förderung aus Niedersachsen und Europa
 
Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 480.000 Euro. Sie werden zu etwa 44 Prozent gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zu elf Prozent mit Mitteln des Landes Niedersachsen. Die restlichen Kosten werden aus Ersatzgeld finanziert. Ersatzgeld nimmt der Landkreis im Rahmen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung für Maßnahmen ein, die den Naturhaushalt oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen und bei denen Ausgleichsmaßnahmen nicht möglich sind.


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