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Aktion Wärmewinter

Landkreis (eb). Der Kirchenkreis bietet Beratung und finanzielle Hilfen in der Energiekrise.

Menschen in der Energiekrise persönlich, schnell und unbürokratisch helfen: Mit der Initiative Wärmewinter unterstützen der ev.-luth. Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck, sein Diakonisches Werk und die Kirchengemeinden von Armut betroffene Menschen mit einem Sozial- und Energiefonds in Höhe von 45.000 Euro.

Das Hilfsnetzwerk für Wohnungs- und Herzenswärme wird derzeit im Eiltempo geknüpft. Die Beratungsleistungen laufen bereits, am 12. November werden die ersten Sachspenden ausgegeben. Mit dieser Initiative verteilen die kirchlichen Institutionen vor Ort die Steuermehreinnahmen der Landeskirche aus der zu versteuernden Energiepauschale des Bundes an bedürftige Menschen. „Wir wollen als Kirche und Diakonie ein starkes Signal setzen, dass wir für die Menschen vor Ort da sind, mit den Bedürftigen mitfühlen“, nennt Superintendentin Jutta Rühlemann die Motive der Hilfsinitiative.

 

Sachspenden und Einzelfallhilfen

 

Mit rund 45.000 Euro sind in Herbst und Winter die Hilfskassen gefüllt. Damit wird laut Rühlemann ein Mix aus Sachspenden, finanziellen Einzelfallhilfen und Hilfsaktionen finanziert. Die ausführenden Initiatoren sind das Team des Diakonischen Werkes (15.000 Euro), das noch zusätzlichen Beratungsservice anbietet, sowie die Kirchengemeinden (30.000 Euro). „Denn beide sind nah dran an den Menschen und kennen die Bedarfe vor Ort am besten“, erklärt Rühlemann. Damit helfe die Kirche nicht nur beim Sparen und Finanzieren von Strom, Gas und Heizöl. „Im persönlichen Kontakt und durch das dichte Netz unserer Seelsorgeangebote geben wir Hilfe und lindern Ängste und Sorgen“.

Dazu gehöre eine umfassende Information über alle Hilfsangebote. Wichtige Kontaktadressen und Internetlinks zum Energiesparen stehen in einem Flyer, den alle Initiatoren derzeit im Kirchenkreis verteilen und auslegen. Die online-Version steht unter www.kirchenkreis-osterholz.de und www.diakonisches-werk-ohz.de auf der Startseite.

Wie Stephanie Thiele mitteilt, startet das Diakonische Werk am Samstag, 12. November, von 10 bis 13 Uhr in der Tafel, Loger Straße 10, Osterholz-Scharmbeck, mit der Ausgabe von energiesparenden Sachspenden. Ein zweiter Termin ist am Dienstag, 15. November, von 13 bis 16 Uhr in der St. Willehadi-Kirche geplant. Verteilt werden etwa Duschköpfe, abschaltbare Stromsteckerleisten, Raumtemperatur- und Feuchtigkeitsmessgeräte sowie Fensterdichtungen. Bedingung, so die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, ist die Feststellung der Bedürftigkeit. Diese soll nachgewiesen werden durch einen Bescheid von Sozialleistungen wie etwa Wohngeld, Grundsicherung, Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Bafög oder Kinderzuschlag. Wer derzeit keinen Anspruch auf eine di3ser Leistungen hat, kann in einem Gespräch mit der Kirchenkreissozialarbeiterin Angelika Meurer-Schaffenberg seine besondere Lage erläutern und hat dann gegebenenfalls trotzdem Anspruch. „Sie ist Teil unseres starken Hilfs- und Beratungsnetzwerks aus Fachdiensten, die auf den Kontakt zu Menschen in Krisen und Notlagen spezialisiert sind.“

 

Kirchengemeinden arbeiten an eigenen Angeboten

 

Besonders gefragt seien neben der Sozialberatung die Schuldnerberatung, die Suchtprävention, das Café sowie die beiden Tafeln. Laut Jutta Rühlemann stehen außer den Sachspenden rund 5.000 Euro für finanzielle Notfälle bereit. Diese sollen ausdrücklich nicht nur an Menschen gehen, die Anspruch auf Sozialleistungen haben. „Der Druck durch Corona und die Energiekrise auf die Budgets nimmt stark zu“, weiß Meurer-Schaffenberg aus ihren Sozialberatungen. „Da ist oft schon der Kauf von Lebensmitteln ein echtes Problem“. Es gehe darum, mit diesen Mitteln eine kurzfristig entstandene Notlage abzumildern. Alle Fachdienste der Diakonie: siehe www.diakonisches-werk-ohz.de.

Auch in den Kirchengemeinden wird ein dichtes Hilfsnetzwerk geknüpft. In den 16 Kirchengemeinden stehen 30.000 Euro zur Verfügung, um besondere Angebote vor Ort machen zu können. Das Spektrum der Ideen reicht von Wärmestuben und Mittagstisch über zusätzliche Lebensmittelangebote, Nachbarschaftshilfe und Tauschbörsen bis zur Ausgabe von Sachspenden und finanzieller Einzelfallhilfe. Die Gemeinden werden ihre Hilfsprojekte in der Presse und auf ihren Homepages öffentlich bekannt machen. Mehr Infos über die Aktion #wärmewinter: www.waermewinter.de. Hier gibt es auch eine Übersicht aller staatlichen Hilfen.


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