Marcel Foltmer

Abschied vomWohnprojekt Gruppe „Wohnen in Hambergen“ löst sich auf

Hambergen (mf). Nach eineinhalb Jahren Planung und Arbeit verabschiedet sich die Projektgruppe „In Hambergen wohnen - barrierefrei, bezahlbar, generationsübergreifend und gut versorgt“.

Die hauptsächlich von Seniorinnen und Senioren geleitete Gruppe fokussierte sich auf den Aufbau eines hauptsächlich auf ältere Menschen ausgelegtes Wohnprojekt, welches sich vor allem auf die im Namen genannten Punkte, also Barrierefreiheit, Bezahlbarkeit und Eigenständigkeit, spezialisieren sollte.
Auch wenn die Gruppe in Hambergen ein Pionierprojekt starten wollte, gibt es ähnliche Konzepte bereits überall in Deutschland, die oft unter dem Begriff „Dorf im Dorf“ zu finden sind - eine Beschreibung, die auch auf die Ideen der hiesigen Projektgruppe zutrifft. Vielerorts sind diese Projekte schon über die Planungsphase hinaus und sind teilweise bereits umgesetzt, und auch hier sind einige Aspekte wiederzufinden: Selbstbestimmtheit steht genauso wie Barrierefreiheit und Altersgerechtigkeit an vorderer Stelle. Fast alle Projekte sind ehrenamtlich oder von betroffenen Gemeinden oft unabhängig agierenden Gruppen geleitet, wodurch sie sich von anderen Möglichkeiten, finanzierbaren Wohnraum zu schaffen, stark unterscheiden. Dörfer im Dorf basieren im Gegensatz zum sozialen Wohnungsbau nicht auf staatlich regulierten Mieten, sondern auf dem Engagement und der Finanzierung der Beteiligten.
Um trotz aufkommender Kosten dem Prinzip der Bezahlbarkeit gerecht werden zu können, plante die Projektgruppe die Gründung einer Genossenschaft. Mitglieder des Wohnprojektes hätten so die Möglichkeit gehabt, zuvor besessene Wohnungen, Häuser oder Grundstücke zu verkaufen und das Geld in die Genossenschaft und somit in das Projekt selbst zu investieren. Mit diesem Konzept sei die Finanzierbarkeit gewährleistet gewesen. Auch fast alle anderen Aspekte des Projektes waren bereits geplant: Ob Gestaltung der Fläche, Überprüfung der Energieeffizienz oder Einrichtung von Räumen für verschiedenste unterstützende Angebote, von losen Ideen bis hin zu konkreten Konzepten war alles dabei, sogar Experteneinschätzungen habe es schon gegeben.
Dennoch hat sich die Projektgruppe nun endgültig verabschiedet. Die Gründe dafür seien vielfältig, der Abschied ließe sich nicht auf ein bestimmtes Ereignis zurückführen. Sinkendes Interesse an „Wohnen im Hambergen“ sowie fehlende Unterstützung der Gemeinde seien aber Faktoren gewesen. Trotzdem blicken die Mitglieder des Projektes zuversichtlich in die Zukunft und hoffen, mit ihren Bemühungen einen Anstoß für spätere Versuche alternativer Wohnprojekte geliefert zu haben.


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