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7565 Liter Blut in 60 Jahren -Ortverein der DRK Worpswede blickt zurück

Worpswede (eb). Der DRK Ortsverein Worpswede lud im November zu einer besonderen und in Deutschland noch nicht häufig begangenen Jubiläumsveranstaltung in die Ratsdiele des Worpsweder Rathauses ein. Es wurden 60 Jahre Blutspende des DRK in Worpswede gefeiert.

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60 Jahre Blutspende in Worpswede war vielen ein Grund, zusammen zu feiern.  Foto: eb

60 Jahre Blutspende in Worpswede war vielen ein Grund, zusammen zu feiern. Foto: eb

Angelika Krause, beim DRK Ortsverein Worpswede zuständig für die Planung und Durchführung der jährlichen 5 Blutspendentermine, begrüßte viele Gäste bei der Jubiläumsfeier des DRK Ortsvereins Worpswede in der Ratsdiele im Rathaus Worpswede. Neben dem Bürgermeister Stefan Schwenke als Hausherr und Gastgeber auch Andreas Mohrmann, Vertreter des Blutspendedienst NSTOB und viele weitere, ohne die die Blutspenden gar nicht möglich wären: Allen voran einige Blutspender, etliche schon mit über 100 Spenden, die in den letzten 60 Jahren mit ihrem Blut viele Leben gerettet haben und die Helfer, die bei den Terminen in der Küche für die hervorragende Versorgung oder als Bereitschaftsmitglied für gute Betreuung im Spendenraum sorgen.
Angelika Krause berichtete in ihrer Ansprache über die Geschichte und die Erfolge der Blutspendentermine in der Gemeinde Worpswede. Im Februar 1959 lud der Ortsverein Worpswede zum ersten Blutspendentermin nach Hüttenbusch ein. Damit war der Ortsverein Worpswede einer der Ersten in ganz Deutschland, der einen Termin für die Öffentlichkeit organisierte. Es gab schon vorher Blutspenden in Betrieben und bei der Bundeswehr, die Allgemeinheit wurde dazu aber erst Ende 1958 aufgerufen.
In den letzten 60 Jahren wurden bei 182 Blutspenden unglaubliche 15130 Blutspenden abgenommen. „Das sind 7565 Liter Blut in 60 Jahren“. Aufgrund dieser großartigen Leistung konnte vielen Menschen das Leben gerettet werden.
Einen Wunsch formulierten Angelika Krause und Andreas Mohrmann: „Bitte werben sie für die Blutspende. Wir alle können mal in Not geraten und diejenigen, die gerade in Not sind, benötigen jetzt ausreichend Blut, um zu überleben“. 30% der Bevölkerung in Deutschland sind fähig, Blut zu spenden und damit Leben zu retten. Es ist nur ein kleiner Pieks, der aber ein Leben retten kann. Aber nur 3% der Bevölkerung gehen zur Blutspende. Die Zukunftsprognosen des Blutspendedienstes lassen aber befürchten, dass in den nächsten Jahren nicht mehr ausreichend Menschen Blut spenden, um den großen Bedarf zu denken. Täglich werden alleine in Deutschland über 15000 Blutkonserven benötigt. Das bedeutet, dass das Blut, das in Worpswede in 60 Jahren gespendet wurde, heute gerade einmal einen Tag reichen würde. In den nächsten Jahren wird der tägliche Bedarf aber steigen. Die Blutkonserven werden nach der Aufbereitung nicht nur für Unfälle im Straßenverkehr oder zu Hause (gerade einmal 12 %) benötigt, sondern überwiegend für die Behandlung von Krebserkrankungen (19%), Herzerkrankungen (16%) und Magen- und Darmkrankheiten (16%). Ohne das Blut wären viele Therapien nicht möglich und viele Menschen in Deutschland hätten keine Chance, zu überleben.
Angelika Krause engagiert sich seit 1992 für die Blutspende. Seit 17 Jahren organisiert sie die Termine allein. Jetzt gab sie bekannt, dass sie zum Ende des Jahres die Aufgabe in die Hände von Elke Brandt geben wird. Sie bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern und Helferinnen für die jahrelange Unterstützung und geht davon aus, dass die engagierten Freiwilligen im Zentrum Worpswedes, in Hüttenbusch und Neu Sankt Jürgen auch weiterhin für die Spender da sein werden. Sie freut sich besonders, dass die Landfrauen Worpswedes ihre Mitarbeit angekündigt haben.
Der letzte Blutspendentermin 2019 findet am 19. Dezember von 16 bis 19 Uhr im Schützenhof Hüttenbusch statt.
Die Termine für 2020 sind am 2. März in Neu Sankt Jürgen, am 5. Mai und 29. September in Worpswede und am 16. Juli und 17. Dezember in Hüttenbusch.


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