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Zuschlag für weitere zehn Jahre

Die evb hat sich im europaweiten Wettbewerb durchgesetzt und wird ihre traditionsreiche RB33 auch in den kommenden zehn Jahren betreiben.

Freundlicher Kundenservice spielt für die evb eine wichtige Rolle – dies kann sie nun weiter fortführen.

Freundlicher Kundenservice spielt für die evb eine wichtige Rolle – dies kann sie nun weiter fortführen.

Bild: Eb

Bremervörde. Die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) wird auch in den kommenden zehn Jahren den Schienenpersonennahverkehr auf der Regionalbahnlinie RB33 betreiben. Das Unternehmen setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und der Freien Hansestadt Bremen durch. Der neue Verkehrsvertrag beginnt im Dezember 2027. Zum Auftrag gehört außerdem eine Option für den Betrieb der RB34 zwischen Bremervörde und Stade – die Reaktivierung dieser Strecke ist geplant. Damit könnte die evb künftig eben der Verbindung Cuxhaven-Bremerhaven-Bremervörde-Buxtehude auch den Personenverkehr Richtung Stade übernehmen.

Mit dem Zuschlag bleibe eine wichtige Schienenverbindung im Elbe-Weser-Raum in regionaler Hand, betont die evb. „Die Beauftragung unterstreicht nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der evb, sondern auch unsere Wachstumsziele“, sagt Christoph Grimm, Sprecher der Geschäftsführung. Das Unternehmen bleibe damit im niedersächsischen Schienenpersonennahverkehr eine Alternative zur Deutschen Bahn und internationalen Großkonzernen. Zudem würden mehr als 100 Arbeitsplätze gesichert.

 

„Heimatstrecke“ der evb

Die RB33 hat für das Unternehmen eine besondere Bedeutung. Seit 1933 betreibt die evb die Regionalbahnlinie. Grimm bezeichnet sie als „Heimatstrecke“ des Unternehmens. Sie sei Teil jenes Streckennetzes, zu dessen Rettung die evb 1981 gegründet worden sei.

In den vergangenen Jahren investierte die evb nach eigenen Angaben regelmäßig in die Infrastruktur. Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Strecke insbesondere durch den Einsatz der Wasserstoffzüge. Seit August 2022 fährt auf der RB33 im Auftrag der LNVG die erste Wasserstoffzugflotte der Welt im Linienbereich. Ein Pilotbetrieb war bereits 2018 und 2019 erfolgt. Die Züge erzeugen über Brennstoffzellen den benötigten Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff. Dabei entsteht statt CO2-haltiger Abgase Wasserdampf.

 

Eigenes Schienennetz

Eine Besonderheit der evb ist, dass sie nicht nur den Personenverkehr betreibt, sondern auch über ein eigenes, rund 235 Kilometer langes Schienennetz verfügt. Der überwiegende Teil der RB33 sowie die Strecke zwischen Bremervörde und Stade gehören zur Infrastruktur des Unternehmens.

„Wir sind in der Region tief verwurzelt und kennen die Eigenschaften unseres Netzes ebenso wie unsere Fahrgäste“, sagt Grimm. Für die kommenden Jahre wünscht sich die evb vor allem „mehr Mobilität, moderne Züge und ein leistungsfähiges Angebot aus der Region für die Region.“


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