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Endlagersuche geht weiter

Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle liegen erste Ergebnisse für den Landkreis Rotenburg vor. Während ein Teilgebiet als wenig geeignet eingestuft wurde, stehen die Bewertungen für andere Gebiete noch aus.

(v. l.) Die CDU-Bundestagsabgeordneten Eike Holsten und Dr. Marco Mohrmann informieren zur Endlagersuche im Landkreis.

(v. l.) Die CDU-Bundestagsabgeordneten Eike Holsten und Dr. Marco Mohrmann informieren zur Endlagersuche im Landkreis.

Bild: Eb

Landkreis Rotenburg. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat neue Zwischenergebnisse bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle veröffentlicht. Auch für den Landkreis Rotenburg liegen damit erste Erkenntnisse vor. Allerdings sind weiterhin zahlreiche Fragen offen. Darauf weisen die CDU-Landtagsabgeordneten Eike Holsten und Dr. Marco Mohrmann hin.

 

Weitere Untersuchungen stehen aus

Dass das Teilgebiet Brümmerhof-Zeven vollständig in die Kategorie C eingestuft wurde, bewerten die beiden CDU-Abgeordneten als gute Nachricht für die Region. Die Kategorie steht für eine geringe Eignung bis hin zur Ungeeignetheit als Endlagerstandort. Andere Gebiete im Landkreis sind dagegen noch nicht abschließend bewertet. Dazu zählen die Teilgebiete Taaken-Scheeßel-Ostervesede und Stemmen-Otter-Todtshorn, deren Untersuchungen noch andauern.

„Es ist gut, dass die Suche nach einem atomaren Endlager weiter konkretisiert und Gebiet nach und nach aus dem Verfahren ausscheiden, auch vor unserer Haustür. Für die Menschen in unserer Region ist aber entscheidend, dass wir die Ergebnisse richtig einordnen: Ein endgültiger Standort ist damit noch lange nicht bestimmt“, erklärt Mohrmann.

Die Suche nach einem geeigneten Endlager sei eine Aufgabe für Generationen. Schließlich müsse der hochradioaktive Abfall langfristig sicher verwahrt werden. Holsten betont: „Dass niemand ein solches Lager in der eigenen Nachbarschaft haben möchte, ich nachvollziehbar. Umso wichtiger ist ein Verfahren, das auf wissenschaftlichen Kriterien beruht, transparent abläuft und die Öffentlichkeit beteiligt.“

 

Standortvorschläge für 2027 geplant

Auch die bisherigen Untersuchungsergebnisse seien lediglich als Zwischenstand zu verstehen. „Wir müssen sorgfältig prüfen, wo eine sichere Lagerung tatsächlich möglich ist. Die bisherigen Ergebnisse beruhen auf vorhandenen Daten und weiteren Sicherheitsuntersuchungen. Sie sind ein Zwischenstand, keine abschließende Standortentscheidung“, so die beiden CDU-Landtagsabgeordneten.

Welche Gebiete letztlich im Auswahlverfahren verbleiben, wird sich erst im weiteren Verlauf zeigen. Die BGE plant, Ende 2027 infrage kommende Standortregionen vorzuschlagen. Mit einer endgültigen Entscheidung über den Standort eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle wird nach aktuellem Zeitplan voraussichtlich erst um die Mitte des Jahrhunderts gerechnet. Bis dahin sollen die weiteren Untersuchungsschritte zeigen, welche Regionen für eine sichere Lagerung infrage kommen.

Bürger:innen können sich mit Fragen zur Endlagersuche an beiden Abgeordneten wenden. Holsten ist unter e-holsten@eike-holsten.de erreichbar, Mohrmann unter dialog@marco-mohrmann.de. Beide wollen Anliegen aus der Bevölkerung aufnehmen und Fragen bei Bedarf an die BGE weiterleiten.


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