Käte Heins

Zwei neue „Klassensprecher“ für Appeln

Appeln. Während des Jugendforums 2016 wurde ein Aufruf der Jugend- und Familienförderung der Gemeinde Beverstedt gestartet, für alle Mitgliedsgemeinden Jugend-Ortsvorsteher*innen zu finden.

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Gemeinsam für Appeln. Ortsvorsteher Herbert Lührs (CDU) mit den neuen Jugendortsvorsteherinnen Betty Wärner und Mia Wetjen.
 Foto: khe

Gemeinsam für Appeln. Ortsvorsteher Herbert Lührs (CDU) mit den neuen Jugendortsvorsteherinnen Betty Wärner und Mia Wetjen. Foto: khe

Appeln. Während des Jugendforums 2016 wurde ein Aufruf der Jugend- und Familienförderung der Gemeinde Beverstedt gestartet, für alle Mitgliedsgemeinden Jugend-Ortsvorsteher*innen zu finden. Die sogenannten ,,Klassensprecher fürs Dorf“ - so nannte es seinerzeit Kreisdezernent Friedhelm Ottens - sind mittlerweile in der Gemeindepolitik gut aufgenommen worden. In Appeln tritt bereits die zweite Generation an, um gemeinsam mit Ortsvorsteher Herbert Lührs (CDU) ihre Wünsche und Vorhaben auf den Weg zu bringen. Mitspracherecht „Das Projekt hat sich bewährt“, so auch Kerstin John von der Jugend-und Familienförderung, „es ist nicht nur ein Feigenblatt in Sachen Jugendarbeit. Dass wir für fast alle elf Ortschaften Jugendortsvorsteher*innen gefunden haben, bestärkt uns weiter zu machen“. Die Jugend-Ortsvorsteher*rinnen organisieren das Jugendforum, werden zu Ausschusssitzungen eingeladen und nehmen an Bürgerversammlungen teil. Durch dieses Projekt bekamen die Jugendlichen ein Mitspracherecht und eine Chance, in ihrem Dorf etwas zu bewegen. Sie wachsen mit ihren Aufgaben. Ganz nebenbei bekommen sie einen Eindruck davon, wie Politik funktioniert. Neue Jugend-Ortsvorsteherinnen Bei Mia Wetjen (12) und Betty Wärner (12) ist die Motivation sehr groß. „Wir haben uns schon immer für unser Dorf interessiert. Darum haben wir uns entschlossen, in Appeln den Posten der Jugend-Ortsvorsteherinnen zu übernehmen“, bekräftigen die Mädchen ihren Wunsch, sich für die Kinder und Jugendlichen in ihrem Heimatort einzusetzen wollen. Vor Wochen haben die beiden an alle Haushalte mit Kindern eine Wunschliste verteilt. Die Resonanz war groß. Zusammen mit Ortsvorsteher Herbert Lührs werden die Anliegen besprochen, die den Kindern und Jugendlichen unter den Nägeln brennen. Lührs hat durch seine langjährige Tätigkeit als Trainer bei der SG FAW bereits gute Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen gesammelt und freut sich auf die Zusammenarbeit. „Wir werden uns zusammen absprechen. Gemeinsam Punkt für Punkt angehen und schauen, was umsetzbar ist“, sagt Ortsvorsteher Herbert Lührs. Zusätzliche Spielgeräte Da Appeln nicht über einen Spielplatz verfügt, der auf die Bedürfnisse Kinder und Jugendlicher ausgerichtet ist, steht ganz oben auf der Wunschliste der neuen „Dorf-Chefs“ ein Platz, der auch den Bedürfnissen ihres Alters gerecht wird. Ortsvorsteher Lührs hat versprochen, in Kontakt mit der Gemeindeverwaltung zu treten. „Wir haben uns auch schon überlegt, wie wir dieses Projekt finanziell mit unterstützen könnten“, bekräftigen Mia und Betty ihren Herzenswunsch. Wie in jedem Jahr soll wieder ein Weihnachtsbaum auf dem Brink aufgestellt werden. „Mit einem Flohmarkt und einem Weihnachtstheater wollen die Jugendlichen das Fest attraktiver gestalten und gleichzeitig für das Spielplatzvorhaben Spenden sammeln“, bekräftigen Mia und Betty ihre Pläne. Jugendraum unterstützen Auf jeden Fall wollen die beiden mehr Kinder und Jugendliche motivieren den Jugendraum in der alten Schule zu besuchen. Zusammen mit dem Jugendpfleger Jürgen Denker ist eine Geocachingtour rund um Appeln geplant. Sich außerhalb von Schule und Familie zu treffen. Einfach ungestört unter sich sein. Gemeinsam backen und kochen sowie neue Spiele ausprobieren. Sich über Themen austauschen, die den Kindern und Jugendlichen unter den Nägeln brennen. Bedingt durch die Corona-Pandemie sind die Öffnungszeiten eingeschränkt. Es werden Angebote wie Fahrradtouren angeboten oder man trifft sich im Außenbereich. In Appeln wohnen zurzeit knapp über 400 Einwohner, davon über 35 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren. Jugendortsvorsteher*innen gesucht Zum Bedauern der Jugend- und Familienförderung fehlen noch Jugendortsvorsteher*innen in den Ortschaften Frelsdorf, Kirchwistedt und Wollingst. Wer in seinem Heimatort die Chance nutzen möchte, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen etwas zu bewegen, sollte sich an seinen Ortsvorsteher oder an die Jugend- und Familienförderung der Gemeinde Beverstedt wenden unter den Telefonnummern 04747/181-42 oder 04747/18150, per E-Mail unter faenger@gemeinde-beverstedt.de oder john@gemeinde-beverstedt.de.


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