Ingrid Mahnken

„Vom Naturland zum Kulturland“ Jubiläumsfeierlichkeiten zum 300. Geburtstag von Findorff

Karlshöfenermoor. Mit der Urbarmachung des Teufelsmoores hatte der Moorkommissar Jürgen Christian Findorff „Vater aller Moorbauern“ Geschichte geschrieben. Zu Ehren seines 300. Geburtstages soll er mit vielfältigen Aktionen gewürdigt werden. In einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe sollen die Findorff-Siedlungen, deren Geschichte, die Planungen und Bauwerke ins Bewusstsein der Bevölkerung zur Bewahrung des kulturellen Erbes aufleben.
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Die Worpsweder Designerin Regina Berndt stellte der Versammlung einen weiteren Entwurf eines farbenfrohen Findorff-Banners vor. Mit auf dem Foto Richard Henning, Hermann Röttjer und Reiner Hildebrandt.  Foto: im

Die Worpsweder Designerin Regina Berndt stellte der Versammlung einen weiteren Entwurf eines farbenfrohen Findorff-Banners vor. Mit auf dem Foto Richard Henning, Hermann Röttjer und Reiner Hildebrandt. Foto: im

Schon seit mehreren Monaten haben sich auf Initiative des Iselersheimer Heimatfreundes Hermann Röttjer Arbeitsgruppen gebildet, die eng zusammenarbeiten. Überraschend viele Teilnehmer konnte Röttjer auf dem siebenten Arbeitskreistreffen aus den Landkreisen Rotenburg, Osterholz und Verden begrüßen. Über 100 interessierte Bürger möchten sich in dem Jubiläumsjahr bis jetzt mit einbringen, freute sich Röttjer.
In einem kleinen Rückblick ging er auf die jüngsten Aktivitäten der AGs ein. Geplant sind Ausstellungen, Theateraufführungen, Hafen- und Kanalfest, Gedenkfeiern, Findorff-Armada, öffentliche Vorführungen des Spielfilms „Teufelsmoor“ und eine überarbeitete Neuauflage des Fachbuches „Jürgen Christian Findorff und die kurhannoversche Moorkolonisation im 18. Jahrhundert“ von Dr. Karsten Müller-Scheeßel, Sonderfahrten mit dem Moor-Express und vieles mehr.
Der Landschaftsverband Stade hat unter der Federführung von Hans-Hinrich Kahrs „Moorkiepen“ mit Informationen und Material zusammengestellt, die bei Interesse in den Schulen die Runde machen können.
Wünschen würden sich die Organisatoren, dass Bäckereifachgeschäfte im Jubiläumsjahr ein „Findorff- Brot“ kreieren und auf den Markt bringen. In puncto Werbung sind auf Initiative von Ursula Villwock vom Landkreis Osterholz bereits Findorff-Aufkleber in zwei Größen für Postsendungen im Umlauf. Weitere sind unter der Telefonnummer 04791/930-3444 erhältlich.
Designerin Regina Berndt stellte der Versammlung einen weiteren Entwurf eines farbenfrohen Findorff-Banners vor. Dieser kann bei Interesse auch bei Ursula Villwock in Auftrag gegeben werden. In naher Zukunft wird ein Auftaktflyer erstellt. Ein Hauptflyer mit den Veranstaltungsterminen soll zu Beginn des neuen Jahres rechtzeitig zu den Messen in Umlauf gebracht werden. „Wünschenswert wäre es auch, wenn jede Gemeinde und jeder Verein auf seiner Internetseite auf das Findorff-Jubiläum hinweisen würde“, so Röttjer.
Auch die „AG Geschichtswerkstatt“ macht Fortschritte. Sie befasst sich mit der Gestaltung von großen Bannern, auf denen die Entwicklung der Moore bis heute mit seinen Kirchen, Gebäuden und Wasserstraßen aufgezeigt wird. Diese werden auf dem Festgelände der Hauptveranstaltung in Worpswede und auch bei anderen Veranstaltungen gezeigt werden können.
Auch bei der „AG Hauptveranstaltung“ laufen die Planungen für die zentrale Hauptveranstaltung, die am Wochenende 29./30. August 2020 auf dem Schützenplatz in Worpswede stattfinden wird, auf Hochtouren. Es soll ein großes Volksfest mit vielen Vorführungen und Präsentationen werden. Gesucht werden noch Vereine, Gruppen und Akteure, die sich im Festzelt oder auf dem Außengelände präsentieren. Dieses können Tanz- und Gesangsgruppen sein, aber auch altes Handwerk. Alles, was zum Leben früher und heute in der Moorregion passt. Vereine und Gruppen können sich gerne mit einem Stand vorstellen oder auch etwas anbieten.
Sehr wichtig sei auch die Arbeit der „AG Finanzen“. Hier engagiert sich der Verein „Findorffs Erben vom Kolbecksmoor“. Gut vorbereitete Anträge mit Kosten- und Finanzierungsplan wurden von Richard Henning und Reiner Hildebrandt auf den Weg gebracht.
Der Landschaftsverband Stade, die EWE-Stiftung, Volksbank und Sparkasse werden sich als Sponsoren einbringen. Förderanträge bei den Landkreisen, der Stadt Bremen, bei den Gemeinden von Bremervörde bis Ottersberg, aber auch kleinen Unternehmen, sind noch in Arbeit. „Wir sind zuversichtlich“, so Hildebrandt, „dass wir das dringend benötigte Budget zusammenbekommen werden“.
Das nächste Treffen des Arbeitskreises Findorff-Siedlungen findet am Montag, 28. Oktober, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Kreuzkuhle“ statt. Zu diesem Treffen sind alle Interessierten herzlich eingeladen.


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