

Bremervörde. Sogar der Wochentag stimmte wieder: Am Montag, 3. August, vor genau 45 Jahren begann Frank Tomforde seine Ausbildung zum Autolackierer bei der heutigen Poppe Malereibetrieb und Fahrzeuglackierung GmbH. Der Beginn der Erfolgsgeschichte ist schnell erzählt. Tomfordes Vater war Maler in der Firma, als der Meister der Autolackiererei ihn als Sohn ansprach, ob er nicht Lust zum Autolackieren habe. „Ich hatte noch keinen Ausbildungsplatz. Also habe ich zugesagt“, so Tomforde.
Nach zweieinhalb Jahren wurde die Gesellen-Prüfung vorgezogen und mit „gut“ in der Theorie beziehungsweise „sehr gut“ in der Praxis bestanden. Tomforde war Innungsbester und Kammersieger. „Danach hatte ich keine Motivation mehr zur Schule. Ich hatte Lust auf Arbeit“, sagt der Lackierer. Als der Kollege, mit dem Tomforde zusammenarbeite, den Betrieb verließ, war er auf einmal firmenintern für die Lkw-Lackierungen verantwortlich. „Fortan war er der, der den Hut aufhatte“, fügt Geschäftsführer Dieter Poppe hinzu.
Mittlerweile ist Tomforde 62 Jahre alt und hat davon 45 Jahre in dem Betrieb gearbeitet. Als besonderes Ereignis im Berufsleben beschreibt er die Lackierung von einem großen Bus „mit tausend Streifen“. „Den habe ich ganze drei Wochen abgeklebt.“ Weiterhin habe er Rangier-Loks in Einzelteilen und in Karlshöfen sogar ein Flugzeug lackiert.
Bis zum 65. Lebensjahr möchte Tomforde seiner Berufung nachgehen. Als Dank und Anerkennung für das sehr seltene Jubiläum überreichte Dieter Poppe unter anderem Blumen, eine Urkunde sowie eine Einladung für ein Essen für das Ehepaar Tomforde. Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem unermüdlichen Engagement hat Tomforde den Arbeitsalltag im Unternehmen seit Jahren geprägt.


