

Beverstedt (eb). Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – jederzeit und überall. In solchen Momenten zählt jede Sekunde. Um im Notfall noch schneller helfen zu können, hat die Gemeinde Beverstedt ihre Freiwilligen Feuerwehren umfassend mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) ausgestattet.
Die Initiative geht auf eine Idee aus dem Rat der Gemeinde zurück. Ziel war es, die Notfallversorgung im gesamten Gemeindegebiet weiter zu verbessern und die Einsatzkräfte bestmöglich auszurüsten. Bürgermeister Guido Dieckmann betont: „Mit der flächendeckenden Ausstattung unserer Feuerwehren investieren wir ganz konkret in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Im Ernstfall können diese Geräte den entscheidenden Unterschied machen.“
Flächendeckende Ausstattung
Konkret wurde jede Ortswehr mit mindestens einem Defibrillator für ein Einsatzfahrzeug ausgestattet. Zusätzlich ist an jedem Feuerwehrgerätehaus ein weiteres Gerät stationiert. In Appeln steht die finale Anbringung noch aus, in Hollen wird der Defibrillator im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses installiert. Damit entsteht ein enges Netz an verfügbaren Geräten, das im Ernstfall Leben retten kann.
Neben den Geräten bei den Feuerwehren gibt es weitere öffentlich zugängliche Defibrillatoren im Gemeindegebiet. „Alle Standorte sind übersichtlich in der OrtsApp Beverstedt aufgeführt und für Bürgerinnen und Bürger jederzeit abrufbar“, sagt Justine Brandt, Fachdienstleiterin Ordnung. André Holscher, Geschäftsbereichsleiter Bürgerservice, ist sich sicher: „Die Kombination aus stationären Geräten an den Feuerwehrhäusern und mobilen Geräten in den Fahrzeugen sorgt für eine sehr gute Abdeckung im gesamten Gemeindegebiet.“
Warum Defibrillatoren wichtig sind
Bei einem Herzstillstand gerät der Herzrhythmus aus dem Takt – häufig in Form von Kammerflimmern. Ohne schnelle Hilfe sinken die Überlebenschancen pro Minute drastisch. Ein Defibrillator kann durch gezielte Stromstöße den normalen Herzrhythmus wiederherstellen und so die entscheidende Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. „Die Geräte sind so konzipiert, dass auch medizinische Laien sie sicher bedienen können: Sie geben klare Sprachanweisungen und führen Schritt für Schritt durch die Anwendung – das hilft allen, in dieser stressigen Situation richtig zu handeln“, so Stubben Ortsbrandmeister Kai von Oesen. Gemeindebrandmeister Ralf Meyer ergänzt: „Für unsere Einsatzkräfte ist das eine wichtige Ergänzung der Ausrüstung. Wir sind oft als Erste vor Ort mit den Defibrillatoren können wir noch schneller und gezielter helfen.“


