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Tanzschulinhaber hofft auf politische Unterstützung

Bremervörde (eb). Thomas Witassek machte Bürgermeisterkandidat Jochen Hake auf einige Missstände aufmerksam.

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Jochen Hake (re.) nahm die Kritikpunkte von Thomas Witassek zur Kenntnis und versprach, sich darum zu kümmern.

Jochen Hake (re.) nahm die Kritikpunkte von Thomas Witassek zur Kenntnis und versprach, sich darum zu kümmern.

Foto: Mediendienstleistungen Poppe

Die Tanzschule Witassek hatte in den vergangenen eineinhalb Jahren so manche Hürde zu überwinden. Sich ständig ändernde Verordnungen mussten permanent mit einer positiven Denkweise entschlüsselt werden. Seit einiger Zeit darf jedoch wieder getanzt werden. Einige Fragen sind bislang jedoch offengeblieben.
So entsprach Bürgermeisterkandidat Jochen Hake gern dem Gesprächswunsch von Inhaber Thomas Witassek, seine Anliegen zu diskutieren. Aufgeschlossen zeigte sich Hake dem Wunsch gegenüber, die Straße vor der Tanzschule sicherer zu gestalten, da dort teilweise mit hohen Geschwindigkeiten gefahren wird.
Zum Kritikpunkt, dass eine unrealistische Anzahl an befestigten Auto-Parkplätzen vorgehalten werden müsste, aber weder Stellplätze für Fahrräder noch ein naheliegender Kinderspielplatz vorhanden wären, sagte Hake zu, dieses Anliegen zu verfolgen. Hake gab zu verstehen, dass der derzeitige Zustand eine bewusste politische Entscheidung der zuständigen Mehrheit gewesen sei. Diese könne man durch neue Mehrheiten verändern.
„Die bestehende rechtliche Grundlage ist für mich aus der Zeit gefallen. Sie berücksichtigt weder die Bedürfnisse der Anbieter und Kunden noch die immer drückenderen Probleme durch Versiegelung, Klimakrise und Biodiversitätsverlust“, so Hake.
Thomas Witassek kritisierte zudem, dass in der Politik regelmäßig das mangelnde Angebot für Jugendliche und Kinder artikuliert werde. Dabei werde aus seiner Sicht das bestehende Angebote sowohl in den Vereinen als auch in der Privatwirtschaft vergessen. Er nannte dort als Beispiel die vielen Aktionen, die im Ferienprogramm oder im Jugendzentrum angeboten werden.
Hake nahm diese Kritik an und versprach, dass er zukünftig differenzierter argumentieren werde. Ihm gehe es darum, auch niedrigschwellige Angebote für Jugendliche realisieren zu können. Denn nicht jedes Elternhaus könne sich Angebote der Privatwirtschaft leisten oder möchte Vereinsmitglied werden. Er könne sich jedoch gut vorstellen, dass auch das Angebot der Tanzschule Witassek z.B. ein Ganztagsschulangebot bereichern könne. Uneingeschränkt lobte Hake das Engagement der jungen Familie Witassek, sich in der Ostestadt eine Existenz aufzubauen und ein Tanzangebot auch für Kinder vorzuhalten.
Das Tanzen sei letztendlich ein Stück Kultur sowie ein Ausdruck von Lebensfreude. Er selbst habe seine Ehefrau Julia beim Tangotanzen kennengelernt.


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