Ingrid Mahnken

TANDEM: Aktion gegen Rassismus

Bremervörde/Gnarrenburg. Andreas von Glahn, Vorsitzender des Vereins Tandem, ist glücklich und sauer zugleich. Um im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus auch vor Ort ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für den Schutz der Menschenwürde zu setzen, bemühte er sich im Vorfeld um eine gemeinsame Aktion in Bremervörde und Gnarrenburg. Bremervörde aber sträubt sich.
 

Bilder
Die Gnarrenburger Politik und auch die Kaufmannschaft begrüßen auf Initiative des Tandems die Aktion gegen Rassismus  im Rahmen der UN Wochen. Auf dem Foto v.l.: Marianne Regenberg (Tandem), der WIR Vorsitzende Hanjo Postels, Bürgermeister Axel Renken, der Tandem Vorsitzende Andreas von Glahn und  Ulla Michaelis (Tandem).  Foto: eb

Die Gnarrenburger Politik und auch die Kaufmannschaft begrüßen auf Initiative des Tandems die Aktion gegen Rassismus im Rahmen der UN Wochen. Auf dem Foto v.l.: Marianne Regenberg (Tandem), der WIR Vorsitzende Hanjo Postels, Bürgermeister Axel Renken, der Tandem Vorsitzende Andreas von Glahn und Ulla Michaelis (Tandem). Foto: eb

„Die internationalen Wochen gegen Rassismus bieten in diesem Jahr in der Zeit vom 16. bis 29. März viele Möglichkeiten und Chancen, sich offen und solidarisch für Menschenwürde einzusetzen und sich an diesem so wichtigen Prozess zu beteiligen und gegen Diskriminierung aktiv zu werden“ ist von Glahn überzeugt.
 
Schutz der Menschenwürde
 
So hat er sich im Vorfeld um eine gemeinsame Aktion in Bremervörde und Gnarrenburg bemüht.
Plakate mit der Aufschrift „Bremervörde/Gnarrenburg zeigt Haltung und bekennt sich eindeutig zu einer offenen Gesellschaft und den Schutz der Menschenwürde“ sollen in der Zeit vom 16. bis 29. März an möglichst vielen Orten, in Schaufenstern und anderen öffentlichen Stellen ein sichtbares und einheitliches Zeichen der Solidarität setzen.
Andreas von Glahn und seine Mitstreiter*innen sehen hier die große Chance, gemeinsam „Gesicht und Haltung“ zu zeigen und somit ein positives Signal zu senden.
 
Bremervörde sträubt sich
 
Für Bremervörde wurde eine gemeinsame Aktion mit dem Bremervörder Verein City- und Stadtmarketing sowie der Wirtschaftsgilde angestrebt, bzw. von dort zumindest eine Unterstützung der Aktion erhofft.
„Daraus wurde allerdings nichts“, so von Glahn. Das Bremervörder City- und Stadtmarketing sah sich nicht zu einer aktiven Beteiligung in der Lage. Ähnlich äußerte sich auch die Wirtschaftsgilde gegenüber dem Tandem.
Die Meldungen sorgten bei den Verfechter*innen, die sich um die Gestaltung einer menschenfreundlichen und solidarischen Gesellschaft bemühen, für absolutes Unverständnis und Irritationen. „Keine zwei Wochen nach den Taten von Hanau und vielen anderen rassistischen Taten in der Bundesrepublik hätte man sich hier ein anderes Zeichen gewünscht“, zeigt sich von Glahn enttäuscht. Den Datenschutz als Ablehnungsgrund für eine aktive Beteiligung anzuführen, sei für Glahn ein an den Haaren herbeigezogenes und schlichtweg völlig abwegiges Argument in dieser Angelegenheit.
 
Chance vertan
 
„Eine einmalige Chance, hier für ein positives Image der Stadt zu sorgen wurde vertan“, bedauert der Tandemvorsitzende. Er wird diese Initiative auch ohne Unterstützung der beiden Bremervörder Vereine durchführen und hat dafür bereits im Vorfeld sehr viel Zustimmung aus den Reihen der Geschäftswelt und anderer Institutionen erhalten.
 
Und Gnarrenburg?
 
Dort erhielt der Verein noch am gleichen Tag der Anfrage vom Vorsitzenden des Wirtschafts-Interessen-Rings (WIR), Hanjo Postels ein uneingeschränktes: „Klar machen wir da mit…“.
Auch Bürgermeister Axel Renken sagte unverzüglich seine sofortige und aktive Unterstützung zu.
Die Initiator*innen hoffen nun auf ein breites und sichtbares Zeichen in beiden Ortschaften und somit auf die Stärkung eines positiven Images vor Ort.


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