rgp

Tag der offenen Tür

Nach dem umfangreichen Umbau lädt die Alte Apotheke am 18. September zum Tag der offenen Tür ein.

Bremervörde. Seit dem 1. Februar 2021 leitet Apothekerin Kirstin Holst die am 24. März 1626 gegründete, älteste Apotheke der Stadt. Nun hat sie die Alte Apotheke renoviert, umgebaut, und modernisiert. Um das zu feiern, lädt sie mit ihrem engagierten Team am 18. September zu einem Tag der offenen Tür ein.

„Der Charme unserer Alten Apotheke, und die traditionellen, individuellen Werte bleiben: Menschen heilen, beraten und begleiten. Jetzt können wir unsere Beratung allerdings individueller und moderner gestalten“ sagt eine sichtbar entspannte Kirstin Holst.

 

Tradition verpflichtet - Zukunft begeistert

In der letzten Märzwoche hat die Alte Apotheke ihr 400jähriges Bestehen mit einer Jubiläumswoche gefeiert, im Mai begannen die nun abgeschlossenen Modernisierungsarbeiten. „Der Geschäftsbetrieb musste für die Kunden ja weitergehen.“ Darum habe man die Flächen, die gerade renoviert wurden, mit Planen abgehangen. „Wir haben hinten im alten Bereich mit den Baumaßnahmen begonnen. Zunächst wurde die Technik abgebaut. Dann haben wir begonnen, den Boden herauszureißen.“ Parallel habe der Elektriker für neue, hellere Lampen schon mal die Kabel verlegt. „Richtig heiß wurde es am Wochenende um Himmelfahrt. Am Mittwoch kam eine Einrichtungsfirma, die sich auf Apothekeneinrichtungen spezialisiert hat. Sie hat übers Wochenende gearbeitet, sodass wir lediglich am Tag nach Himmelfahrt einen Tag für den Publikumsverkehr schließen mussten. Am Donnerstag habe ich selbst noch einen Notdienst leisten müssen, da die Alte Apotheke in Selsingen ihren Betrieb einstellte“, erinnert sich die Apothekerin. Während des Notdienstes habe sie dann alte Tapeten abgerissen und Wände gestrichen. „Wir wollten alles deutlich heller gestalten. Als ich die Decke gestrichen habe, hat man sofort bemerkt, wie hell es auf einmal im Raum war, bzw. wie dunkel die Decke vorher gewesen war.“ Besondere Merkmale wurden bewahrt: „Im vorderen Bereich haben wir den Marmorfußboden erhalten können, der Teppich im hinteren Bereich wurde gegen PVC getauscht. Mein Lebensgefährte hat mir sehr viel geholfen. Er hat den gesamten Innenausbau selbst gemacht, um die Renovierung kostengünstig zu halten.“ Nach dem Innenausbau kam das neue Mobiliar. Es wurden neue Schübe eingebaut. „Wir sind absichtlich bei den Schüben geblieben, damit wir unsere Kunden wirklich immer bedienen können. Wir haben uns bewusst gegen die Technik mit Kommissionier-Apparaten entschieden, weil die Technik oftmals störanfällig ist und sie nicht ohne Strom funktioniert. Wir haben hier kurze Laufwege und somit ist ein Kommissionierer nicht notwendig. Während des Umbaus haben die Gewerke hervorragend zusammen gearbeitet. Allerdings haben die Nacharbeiten nach dem eigentlichen Umbau – wie das Einräumen der Ware und Übervorräte, eine neue elektronische Preiskennzeichnung, angepasste technische und elektronische Ausstattung, Deko und die vielen Kleinigkeiten sehr viel Kraft und Zeit gekostet. Jetzt sind wir froh, dass alles fertig ist.“

 

Sekt, gute Gespräche, und ein kleines Geschenk

Am Team habe sich nichts verändert, erzählt Holst: „Nach wie vor arbeiten hier 13 Leute. Mein Team hat während der gesamten stressigen Umbauzeit super mitgearbeitet und die Mehrarbeit durch den Umbau mitgetragen. Die Kunden konnten die ganze Zeit ohne Einschränkungen bedient werden – auch wenn es teilweise mit den leeren Regalen wie im Ausverkauf aussah.“ Dennoch würde Holst sich freuen, neben ihrer selbst und dem Kollegen noch einen dritten Apotheker für die Alte Apotheke gewinnen zu können. „Denn es muss ständig mindestens einer vor Ort sein. Es ist leider sehr schwierig, Apotheker zu bekommen.“

Selbst jemanden auszubilden, gestalte sich noch schwieriger, da ein Apotheker vier Jahre Pharmazie studieren müsse. „Wenn man jetzt einen Abiturienten bekommt, der 19 Jahre alt ist, hat er noch vier Jahre Studium vor sich. Anschließend muss er noch ein Jahr in die Praxis. Das heißt Pharmazeut im Praktikum. Ein halbes Jahr darf er in einer öffentlichen Apotheke Erfahrungen sammeln. Das könnte man auch hier machen. Nach einem halben Jahr kann man dann in eine Krankenhausapotheke oder in die Industrie oder Ähnliches reinschnuppern. Dann erst bekommt man sein drittes Staatsexamen.“ Darüber, sowie über viele weitere Themen rund um die Apotheke, kann man sich am Freitag, dem 18. September, in entspannter Atmosphäre mit Apothekerin Kirstin Holst und ihrem Team bei einem schönen Getränk unterhalten. Denn in der Zeit von 8.30 bis 18 Uhr nehmen sich die Inhaberin und die Mitarbeitenden vor Ort in der Alten Apotheke die Zeit, ihre Gäste mit einem Sekt und einem kleinen Gewinnspiel mit kleinen Geschenken zu begrüßen. Als Dankeschön für die Geduld und das große Verständnis für die kleinen Unannehmlichkeiten, die durch den Umbau entstanden sein könnten. Dann dürfen alle Kundinnen und Kunden sowie Interessierte u.a. auch die neu gestalteten Räumlichkeiten (z. B. den neuen, ebenerdigen Beratungsraum) entdecken.

 

Kontaktdaten

Zu erreichen sind die Mitarbeitenden unter der Telefonnummer 04761 93377, per Mail an service@diealteapotheke.de sowie natürlich am Standort Neue Straße 24 in 27432 Bremervörde. Weitere Informationen unter: www.diealteapotheke.de.


UNTERNEHMEN DER REGION

E-PaperMarktplatzStellenmarktZusteller werdenLeserreiseMagazineNotdienst BremervördeNotdienst OHZReklamationgewinnspielformular