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Mareike Kerouche

Südstaatenfeeling im Teufelsmoor - Dr. Cleanhead gab ein gefeiertes Gastspiel im Cultimo

Ob Gospel, Blues, Boogie oder Rock‘n‘Roll, mit unbändiger Spielfreude begeisterte die Gruppe Cleanhead ihr Publikum.  Foto: im

Ob Gospel, Blues, Boogie oder Rock‘n‘Roll, mit unbändiger Spielfreude begeisterte die Gruppe Cleanhead ihr Publikum. Foto: im

Kuhstedtermoor. Musik ist ein Lebenselixier, ansteckend, aber frei von Risiken und Nebenwirkungen. Mit diesem Patentrezept für unbändige Lebensfreude begeisterte die Bremer Kultband Dr. Cleanhead ihr Publikum in der Kunst- und Kulturkneipe im Cultimo.
Ihr mehrstimmiger Gesang untermalt mit launig ironischen Ansagen in puncto Musikgeschichte traf voll und ganz den Nerv des Publikums. Sie spielten dem Mississippi Blues, wie er ursprünglich gedacht war, einfach in Melodie und Text, aber immer wieder mit dem Mut zu ehrlichen und mitreißenden Gefühlen, die von der verträumten Ballade zum stampfenden Boogie über Blues und Rock‘n‘ Roll bis zum zutiefst berührenden Gospel reichte.
Begleitet an der Gitarre, Mandoline, Mundharmonika, Cajun und dem guten alten Waschbrett kam echtes Südstaaten Feeling im tiefsten Teufelsmoor auf. Nach einer Soloeinlage mit der Mundharmonika setzte ein Klatschkonzert des Publikums ein, dem an diesem Abend noch viele weitere folgen sollten. Nach diesem Ausspruch von Ekstase folgte ein Schunkelwalzer „Irene good night“, bei den kollektives Einhaken angesagt war.
Mit dem Song: „Sweet home Chicago“, der die Blues Brothers weltbekannt gemacht hatte, kam das Waschbrett wieder ganz groß raus. Mit vollem Körpereinsatz und stimmgewaltig gaben die Vollblutmusiker wirklich alles. Ob Fats Dominos „Hello Josephine“, dem ein rasanter Gitarrenrag folgte, damit sich die Stimmbänder des musikalischen Quartetts während einer dringend benötigten Atempause erholen konnten, es war einfach faszinierend, mit welcher Spielfreude und Intensität die Musiker von Dr. Cleanhead ihr Programm präsentierten.
Erst vor zwei Jahren hat sich die Gruppe gegründet. Es war ihr erster Auftritt im Cultimo. Sie zeigten sich total begeistert darüber, wie toll und engagiert das Publikum auf ihre Musik reagierte. Ihr einhelliger Tenor: „So macht Musik ganz einfach Spaß.“ Ganz klar, ohne Zugabe und dem Versprechen, nicht das letzte Mal ins Cultimo aufzutreten, verabschiedete sich das Quartett in den späten Abend.


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