

Bremervörde. Kürzlich fanden sich im Bremervörder Hotel Daub Sozialdemokraten aus den Samtgemeinden Selsingen und Geestequelle sowie der Stadt Bremervörde ein, um einen gemeinsamen Ortsverein zu gründen. Eingeladen hatten die beiden Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Rotenburg, Ina Helwig und Sebastian Brandt. Hintergrund ist, dass in jüngerer Vergangenheit nicht in allen Ortsvereinen die Vorstände ausreichend besetzt werden konnten, um die kommunalpolitische Arbeit verlässlich sicherzustellen.
Die kleinteilige Struktur kleiner Ortsvereine entspreche nicht mehr der Lebensrealität vieler Menschen, die an einem Ort wohnen, jedoch an einem anderen arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Übergreifende Entwicklungen ließen sich in einer größeren Organisationseinheit besser in den Blick nehmen, ohne die Basisarbeit zu vernachlässigen.
Verbindendes Element
Die bisherigen Ortsvereine Bremervörde, Geestequelle und Selsingen bilden künftig jeweils einen Distrikt für ihr Gebiet, in dem die Politik vor Ort entwickelt und organisiert wird. Die aktiven Parteimitglieder stehen weiterhin als Ansprechpartner:innen für Anregungen und Sorgen aus der jeweiligen Gemeinde zur Verfügung.
Christian Pape, später zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, bezeichnete die „Neugründung als Chance für die Entwicklung der Sozialdemokratie auf dem Land, die unter anderem auch die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Bremervörde und Zeven voranbringen könnte.“
Der Name „SPD Bremervörde-Obere Oste“ wurde im Vorfeld zwischen den beteiligten Vertretenden abgestimmt. Ausschlaggebend war unter anderem, dass der Ortsverein Bremervörde mit seiner 155-jährigen Geschichte als älteste sozialdemokratische Gliederung im Elbe-Weser-Raum im Namen vorkommt und durch den Fluss Oste, der alle drei Gemeinden verbindet, ergänzt wird.
Neue Parteiführung
Bevor ein Vorstand gewählt wurde, berichteten anwesende Vertretende aus dem Kreistag und den jeweiligen Gemeinderäten über aktuelle Themen. Dazu zählen die Bemühungen um eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft, eine dezentrale Energieerzeugung, der Einstieg in die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen und die Situation der kommunalen Finanzen.
Bei den anschließenden Wahlen wurden Doris Brandt zu Vorsitzenden sowie Dr. Christian Pape und Klaus Manal zu ihren Stellvertretern gewählt, womit alle drei Distrikte in der Parteiführung vertreten sind. Das Amt des Kassierers übernimmt Günther Wehber, Schriftführer ist Jürgen Ochner.
Darüber hinaus wurden zu Beisitzer:innen gewählt: Kerstin Behrendt, Rüdiger Holst, Lars Lust, Carsten Oetjen, Tobias Wenn und Ralf Worringen. Revisoren wurden Berit Nießen-Homeyer, Heinz Brandt und Günther Justen-Stahl.

