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Mareike Kerouche

Sonderausstellung „Stalag X B 2015-2018 - Jost Wischnewski“

Sandbostel (eb). Die Gedenkstätte Lager Sandbostel lädt am Mittwoch, 4. März, zur Eröffnung der Sonderausstellung „Stalag X B 2015-2018 - Jost Wischenwski“ ein. Um 16 Uhr werden die Gäste in Anwesenheit von Jost Wischnewski begrüßt.
Mit feinem Gespür hat der Worpsweder Bildhauer und Fotograf Jost Wischnewski seine Motive für eine eindrucksvollen Fotografien gefunden. Foto: Jost Wischnewski

Mit feinem Gespür hat der Worpsweder Bildhauer und Fotograf Jost Wischnewski seine Motive für eine eindrucksvollen Fotografien gefunden. Foto: Jost Wischnewski

Sandbostel (eb). Die Gedenkstätte Lager Sandbostel lädt am Mittwoch, 4. März, zur Eröffnung der Sonderausstellung „Stalag X B 2015-2018 - Jost Wischenwski“ ein. Um 16 Uhr werden die Gäste in Anwesenheit von Jost Wischnewski begrüßt.
Die Fotografien von Jost Wischnewski verwirren und irritieren in ihren starken Vergrößerungen oder ihren Unschärfen. Mit einem sehr feinen Gespür hat der Worpsweder Bildhauer und Fotograf seine Motive auf dem 2016 von der Stiftung Lager Sandbostel erworbenen Gelände und den dort stehenden steinernen ehemaligen Unterkunftsgebäude gefunden.
Die vom Moos überwucherte Uniformjacke, an der Wand stehende Skier aus den 1950er-Jahren, aufgeschichtete Helme, Schattenspiele von Balken eines eingestürzten Dachs oder die Gläser einer Gasmaske: Fast skulptural muten die teils sehr vergrößerten Motive an und regen zu Fragen an. Dabei zeugen die Vergrößerungen auf der einen und Unschärfen auf der anderen Seite auch von einer Distanz, die Jost Wischnewski durch das Medium Fotografie für sich und die Betrachterin und den Betrachter erschaffen hat.
„Für die Gedenkstätte war es ein großer Gewinn, dass wir Jost Wischnewski dafür gewinnen konnten, von 2015 bis 2018 die Umgestaltungs- und mehr noch die Aufräumarbeiten der steinernen Unterkunftsgebäude fotografisch zu begleiten“, freut sich Andreas Ehresmann.
Die Fotografien erinnern auch an das große ehrenamtliche Engagement der Freundinnen und Freunde der Gedenkstätte, die in tausenden Arbeitsstunden das Gelände aufgeräumt haben. Nur dank dieses Einsatzes konnte das sehr vernachlässigte Gelände gestaltet und adäquat in die Gedenkstätte Lager Sandbostel einbezogen werden. Als bauliche Relikte des Kriegsgefangenenlagers Stalag X B Sandbostel, als Zeugnisse der hier geschehenen Ereignisse und vor allem als Denkmal in Erinnerung an die Menschen die hier gelitten haben und gestorben sind.
Die 23 gezeigten Fotografien sind Bestandteil eines umfassenden Kataloges mit Fotografien der Aufräum- und Umgestaltungsmaßnahmen von Jost Wischnewski. Der 128 Seiten starke Katalog ist ab der Ausstellungseröffnung erhältlich.
Die Ausstellung ist bis Freitag, 3. April, in der Gedenkstätte Lager Sandbostel zu sehen. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, sonntags und feiertags 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.


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