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Skateranlage an der Schule?

Bremervörde. Im Stadtrat wurde jüngst unter anderem über eine Skateranlage, die Schwimmbadsanierung und den Baubeginn am Rathausmarkt gesprochen.

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Der CDU-Vorsitzende Dirk-Frederik Stelling erläuterte einen Antrag.  Foto: rgp

Der CDU-Vorsitzende Dirk-Frederik Stelling erläuterte einen Antrag. Foto: rgp

Viele Themen kamen jüngst im Stadtrat auf den Tisch. Unter anderem ging es um die Einrichtung einer Skateranlage, für die sich die jugendlichen Skater Jannis, David und Thilo einsetzen. Nach Überreichung einer Unterschriftenliste von Befürwortern einer Skateranlage am 30. Juni hatte es bereits zwei Treffen der Skater mit dem Bürgermeister gegeben (einmal war dabei ein Planer zugegen).
 
Skateranlage auf dem Schulgelände
 
Im Ergebnis dessen wurde das Gewerbegebiet als Wunschstandort abgelehnt und ein Bau auf dem Schulgelände am Birkenweg befürwortet. Dem hatte der Verwaltungsausschuss zugestimmt, sodass derzeit von der Stadt die Möglichkeiten zum Erhalt von Fördergeldern geprüft werden können.
Für die Umsetzung des Vorhabens ist ein Zeitfenster ab 2022 vorgesehen. Eine Entscheidung, das Bauvorhaben mit einem passenden Programm zu finanzieren, ist für 2021 geplant.
 
Schwimmbadsanierung
 
Weiterhin berichtete Bürgermeister Detlev Fischer, dass im „Delphino“ nach Beendigung der Freibadsaison am 14. September das Wasser aus dem Schwimmbad abgelassen, sowie kürzlich mit Kernbohrungen durch die TU Oldenburg begonnen wurde. Die Sanierungskosten für das Freibad werden voraussichtlich 2,5 bis drei Millionen Euro betragen. Der Fachausschuss für Hoch- und Tiefbau soll sich Ende Oktober dezidiert mit dem Thema beschäftigen.
 
Die Stadt kann sparen
 
Vorab wurde zur Wahrung von Fristen am 11. September bereits ein Förderantrag gestellt, indem die Förderrichtlinien noch unklar sind. Eine 50-prozentige Kostenbeteiligung bei der energetischen Sanierung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nuklearsicherheit würde im Ergebnis dazu führen, dass die Stadt 137.800 Euro von den Gesamtkosten in Höhe von 275.600 Euro selbst tragen muss. Nach der Sanierung wird die Einsparung an Co2 2.443 Tonnen betragen.
 
Baubeginn Rathausmarkt
 
Für das als „Sommerloch“ bekannte Bauvorhaben auf dem Rathausmarkt wurde, so berichtete Fischer, am vergangenen Montag ein Verkehrskonzept abgestimmt. Demzufolge soll die Verkehrsführung zur Baustelle über die Neue Straße verlaufen. Das hat zur Folge, dass die Bepflanzung im Bereich der Einbiegung zur Kirchenstraße zeitnah geräumt wird, damit die Specht-Gruppe circa Mitte Oktober mit den geplanten Bauarbeiten beginnen könnte.
 
Haushaltsinformationen
 
Für den Nachtragshaushalt des Jahres 2020 wird Schätzungen zufolge von Mindereinnahmen in Höhe von 900.000 Euro ausgegangen. Im Folgejahr drohen Einnahmeverluste von 1,2 bis 1,3 Millionen Euro. Im aktuellen Haushalt der Stadt führte Fachkräftemangel zu einem Investitionsstau von 20 Millionen Euro. Dies ergab eine Berechnung des Landesrechnungshofes. Die offenen Fachkräftestellen sind jedoch bereits ausgeschrieben, Bewerber*innen werden weiterhin gesucht.
 
Thema Wasserstoff
 
Der Antrag der CDU, die nationale Wasserstoffstrategie umzusetzen, um Bremervörde als Standort für Brennstoffzellentechnologie zu profilieren, wurde einstimmig angenommen. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und inwieweit eine Förderung für den Erwerb von Brennstoffzellenfahrzeugen für die Aufgabenerfüllung der Stadt möglich ist. Insbesondere das Programm „Anschaffung brennstoffzellenbetriebener kommunaler Spezialfahrzeuge“ der NBank soll betrachtet werden.
 
Keine E-Ladestationen
 
Der Antrag von Rolf Hüchting (Bündnis 90/Die Grünen), mehrere Ladestationen für Elektroautos im Stadtgebiet zu bauen, wurde dagegen abgelehnt.
 
Keine temporäre Busverbindung
 
Auch der Antrag der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke zum TOP 10, eine temporäre Busverbindung Elm-Bremervörde zu realisieren, um die Behinderungen im Zuge der Baustelle zwischen den beiden Orten zu minimieren, wurde durch Stimmenmehrheit abgelehnt.
 
Seefest abgesagt
Im Rahmen der Einwohnerfragestunde bestätigte Bürgermeister Fischer die endgültige Absage des ursprünglich für Sommer 2021 geplanten Bremervörder Seefestes, da die Stadt aufgrund anderer Veranstaltungen (Oste-Triathlon, Mittelaltermarkt) mit dem vorhandenen Personal keinen weiteren Aufwand leisten könne.


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