

Beverstedt. Die Gemeinde Beverstedt ist eine von zehn Kommunen in Niedersachsen, die eine Landesförderung für einen „Fußverkehrs-Check“ bekommt, um ihre Fußwege unter die Lupe zu nehmen. Bauverwaltungs-Fachdienstleiter Jenning Allwardt, Stadtplaner Kai Kühnemann und Klimaschutzmanager Dr. Thomas Hollands waren Anfang Mai im Ministerium für Wirtschaft, verkehr, Bauen und Digitalisierung in Hannover, um die Förderurkunde für den „Fußverkehrs-Check“ entgegenzunehmen.
Die Checks seien wichtige und konkrete Schritte für Kommunen zur Verkehrswende, so der Niedersächsische Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier. Das land wolle dieses Projekt nun verstetigen und jedes Jahr Kommunen fördern. Insgesamt stünden 200.000 Euro zur Verfügung, Beverstedt erhält 20.000 Euro. Bürgermeister Guido Dieckmann betont: „Wir freuen uns über die Möglichkeit, am Fußverkehrs-Check teilzunehmen – aber noch mehr freuen wir uns darauf, was daraus werden kann. Für uns ist es der Startschuss für etwas Langfristiges.“
Wo wird gecheckt?
Zwei Ortschaften können beim „Fußverkehrs-Check“ untersucht werden. Die Wahl ist auf Lunestedt und Bokel gefallen. Auf dem Prüfstand stehen für die Zielgruppen Schulkinder, Seniorinnen und Senioren sowie Pendler:innen besonders die schulische Mobilität und die Schulwegsicherheit, die Barrierefreiheit, Wegeverbindungen innerhalb der Ortschaften und zu Verknüpfungspunkten sowie die Dorfkerne. „Wir wollen nicht für die Leute planen, sondern mit ihnen. Wer täglich zu Fuß unterwegs ist – Kinder, ältere Menschen, junge Eltern mit Kinderwagen – weiß am besten, wo es hakt“, sagt Klimaschutzmanager Hollands.
Die Mobilotsin
Allein muss die Gemeinde Beverstedt den Check nicht absolvieren. Unterstützung gibt es in For eines Komplettpakets von der MOBILOTSIN, einer Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die die Aktion koordiniert. „Dazu gehören Workshops und Begehungen, mit denen Stärken und Schwächen im örtlichen Fußverkehr sichtbar gemacht und Vorschläge erarbeitet werden sollen, wie die Wege zu Fuß künftig noch attraktiver und sicherer gestaltet werden können“, erklärt Stadtplaner Kühnemann. So bringe das Programm Fachleute, Verwaltung, Politik und Bürger:innen gemeinsam auf die Straße, um letztlich einen konkreten Maßnahmeplan beschließen und anschließend umsetzen zu lassen.
Wie kann man mitmachen?
Interessierte Bürger:innen sind ausdrücklich eingeladen, sich an dem Auftaktworkshop, den gemeinsamen Begehungen vor Ort sowie dem Abschlussworkshop zu beteiligen. Derzeit werden die Termine in den jeweiligen Ortschaften abgestimmt. Die Sommerferien werden bei der Planung berücksichtigt. Sobald die konkreten Termine feststehen, werden diese in der OrtsApp, auf der Website und den Social-Media-Kanälen der Gemeinde Beverstedt bekannt gegeben.


