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Restauratoren lagern Grabsteine um - Projekt im Bachmann-Museum mit Diplom-Restauratorin Larissa Piepo

Bremervörde (eb). Das Bachmann-Museum Bremervörde hat mit der auf Stein und Stuck spezialisierten Diplom-Restauratorin Larissa Piepo aus Hannover und ihren Kollegen erfolgreich ein Projekt durchgeführt. Dabei wurden vier Grabsteine, eine Kaminfront aus rotem Marmor und das dazugehörige Stuckwappen von dem Gelände und aus dem Gebäude des ehemaligen Kreisheimatmuseums im Bremervörder Vorwerk umgelagert. Damit konnten diese Objekte für die Zukunft gesichert werden.
 

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Die Fundamente der gereinigten Grabsteine werden von den Spezialisten vor der Umlagerung vorsichtig freigelegt.  Foto: Bachmann-Museum Bremervörde

Die Fundamente der gereinigten Grabsteine werden von den Spezialisten vor der Umlagerung vorsichtig freigelegt. Foto: Bachmann-Museum Bremervörde

Bremervörde (eb). Das Bachmann-Museum Bremervörde hat mit der auf Stein und Stuck spezialisierten Diplom-Restauratorin Larissa Piepo aus Hannover und ihren Kollegen erfolgreich ein Projekt durchgeführt. Dabei wurden vier Grabsteine, eine Kaminfront aus rotem Marmor und das dazugehörige Stuckwappen von dem Gelände und aus dem Gebäude des ehemaligen Kreisheimatmuseums im Bremervörder Vorwerk umgelagert. Damit konnten diese Objekte für die Zukunft gesichert werden.

Das Kreisheimatmuseum im Bremervörder Vorwerk wurde im Auftrag des ehemaligen Kreises Bremervörde von dem Heimatforscher August Bachmann (1893 - 1983) eingerichtet und im Oktober 1960 eröffnet. Im Eingangsraum ließ August Bachmann die vordere Marmorumrahmung eines Kamins und ein auf der Kaminhaube angebrachtes repräsentatives Wappen aus Stuck als nicht funktionsfähiges Schauobjekt wieder aufbauen. Beides hatte er kurz zuvor beim Abbruch des 1629 erbauten sogenannten „Leutnantshauses“ in Kirchtimke bergen können.
Die vier Grabsteine sind frei stehende, beidseitig beschriftete Grabmale aus Sandstein aus dem 19. Jahrhundert und stammen von verschiedenen Friedhöfen südlich von Bremervörde. August Bachmann hatte sie entdeckt, nachdem die Grabstellen aufgelöst und die Grabmale teilweise bereits als Trittsteine verbaut waren. Sie wurden Ende der 1970er Jahre auf dem Freigelände des Museums aufgestellt.
„Diese seit Jahrzehnten in dem Gebäude und auf dem Gelände aufgestellten Objekte waren in dem ehemaligen Museumsgebäude und an dem ungeschützten Standort nicht mehr museumsgerecht zu erhalten. Darüber hinaus plant das Bachmann-Museum keine Weiternutzung des historischen Fachwerkhauses als Museum.“ fasst die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums Meike Mittmann die Gründe zusammen, die eine Umlagerung der Objekte notwendig machten. Der Landschaftsverband Stade ermöglichte die Arbeiten durch eine großzügige finanzielle Förderung im Rahmen seines Projektes „Bewahren von Museumsbeständen“.
Die Demontage der Kaminfront mit dem dazugehörigen Stuckwappen musste in gut aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten erfolgen. Zunächst wurde die Stuckarbeit behutsam gereinigt. Vor dem Abtrennen der Stuckplatte von ihrer Halterung wurde das empfindliche Objekt mit Lagen von Spezialpapier und Leinenstoff stabilisiert und darauf ein Oberflächenschutz aus Kunststoffmaterial aufgebracht, auf dem der Stuck nach der Abnahme gelagert werden konnte. Danach konnte die aus sechs Einzelteilen bestehende Marmorumrahmung des Kamins stückweise gelöst werden.
Die Grabsteine aus sehr weichem Sandstein wurden in einem Spezialverfahren schonend mit Wasserdampf gereinigt. Für den anschließenden Abbau mussten die Sockel der Steine freigelegt, mit schwerem Gerät vorsichtig aus ihren Armierungen gelöst und mit einem Portalkran gehoben werden.
Durch die fachgerechte Reinigung, Sicherung und Umlagerung ist der Erhalt dieser regionalgeschichtlich wertvollen Objekte nun dauerhaft gesichert und sie stehen für ihre weitere wissenschaftliche Erforschung zur Verfügung.


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