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Rekord für das Impfzentrum

Landkreis Rotenburg (eb/rgp). An den Standorten Rotenburg, Bremervörde und Zeven wurden im Rahmen einer Sonderaktion an drei Tagen 5.115 Menschen gegen Corona geimpft. Rund 100 Mitarbeiter:innen des Impfzentrums, der Kreisverwaltung und viele freiwillige Helfer:innen investierten dafür 2.917 Arbeitsstunden.

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Das Land hatte für den 24. und 25. April zu einer großen Impfaktion aufgerufen, um möglichst schnell die Personen auf den Wartelisten zu impfen. Jeder Landkreis in Niedersachsen sollte dabei 1.400 Termine anbieten. Der Landkreis hatte unabhängig vom Land bereits ähnliche Pläne vorbereitet und schon Vorkehrungen getroffen, sodass zusätzlich auch am 23. April geimpft werden konnte und die gewünscht Anzahl an Terminen fast vervierfacht wurde.
Primär hatte die Impfaktion impfberechtigten Menschen gegolten, die älter als 61 Jahre alt sind, und damit zur sogenannten Prioritätsgruppe 2 zählten. Zunächst sollten Personen im Alter von über siebzig Jahren aus den Impf-Wartelisten zugeteilt werden. Obendrein wurde noch kurzfristig unangemeldeten Senior:innen die Möglichkeit eingeräumt, sich spontan impfen lassen zu können, damit möglichst alle Impfdosen aufgebraucht werden konnten.
Diese Möglichkeit nahm am Wochenende z.B. ein Rentner aus der Bremervörder Stadtmitte erfreut mit seiner Gattin wahr. „Ich hatte großes Glück. Nachdem ich mich spontan angemeldet hatte, ging ich wieder nach Hause, um zu warten. Kaum war ich jedoch zuhause eingetroffen, klingelte bereits das Telefon. Ich kehrte flugs in die Sporthalle zurück, und habe dort die drittletzte Spritze bekommen“, berichtete der Senior.
Die geimpften Personen waren fast alle hochzufrieden. So auch ein Ehepaar aus Gnarrenburg, das sich durchweg positiv über die Organisation sowie den Gesamtablauf zeigte. „Ein kleiner Piks und es gab kaum Wartezeiten“, so die beiden.
 
Spitzenplatz unter den Kommunen
 
Die Zahl der Impfungen an diesem Wochenende ist ein Rekord für das Impfzentrum. Der Landkreis dürfte damit einen Spitzenplatz unter den niedersächsischen Landkreisen einnehmen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte das Rotenburger und Bremervörder Team mit ehrenamtlichen Helfer:innen und Sanitäter:innnen. In Rotenburg wurden kurzfristig Ärzt:innen und impfbefähigte Personen aus den Arztpraxen eingesetzt, um die Kapazitäten in der Pestalozzischule noch weiter zu erhöhen.
 
Zusätzlicher Impfstoff
 
„Das Ziel war mit 5.000 Impfungen schon sehr hoch gesteckt. Hintergrund war, dass wir beim Land zusätzlichen Impfstoff beantragt und diesen auch bekommen haben“, so Annika Ohlhoff vom Leitungsteam des Impfzentrums.
Ihr Kollege Alexander Oestmann leitete die dezentrale Impfung in der Sporthalle des Gymnasiums in Bremervörde, Rüdiger Krause den Betrieb im Impfzentrum in Zeven und Gerd Hachmöller war für die dezentrale Impfung in der Pestalozzischule in Rotenburg verantwortlich.
Ob und wann weitere derartige Sonderaktionen wieder stattfinden, steht noch nicht fest. Alles hänge von den Mengen an geliefertem Impfstoff ab.
 
Noch eine lange Warteliste
 
Das Land hat Anfang der Woche die Warteliste für Personen über 60 Jahren geöffnet. Das bedeute aber zunächst nur, dass sie sich für die Warteliste registrieren können, die Gruppe mit der Priorität 3 ist vom Land noch nicht geöffnet worden, so Landrat Hermann Luttmann.
Zurzeit befinden sich noch mehr als 10.000 Personen aus dem Landkreis aus den Kategorien 1 und 2 auf der Warteliste, dazu kommen noch Personen, die aufgrund ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit priorisiert geimpft werden sollen.
Das Impfzentrum des Landkreises hat seit Impfstart am 1. Januar insgesamt 42.893 Impfungen verimpft, 32.356 Erstimpfungen und 10.537 Zweitimpfungen. In der vergangenen Woche waren es 7.794 Erstimpfungen und sieben Zweitimpfungen.
Bei den niedergelassenen Ärzt:innen im Landkreis haben bis zum 21. April 4.750 Personen ihre Erstimpfung und 21 Personen ihre Zweitimpfung erhalten.


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