

Bremervörde. Die Informations- und Interessenbekundungsveranstaltung des Kultur- und Heimatkreises (KuH) mit dem Forum BauKulturLand zum Thema „Gemeinsam bauen in Bremervörde“ war kürzlich mit 84 Personen gut besucht. Das Interesse, im Zentrum Bremervördes eine Wohnung oder ein ganzes Haus zu erwerben, ist außerordentlich groß.
Im Anschluss an die Veranstaltung füllten 27 Bewerber:innen die „Anmeldezettel“ aus, auf denen sie Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- oder Fünfzimmerwohnungen oder ein komplettes der fünf geplanten Einzelhäuser als gewünschte Immobilie angeben konnten. Alle Varianten für sämtliche Wohnflächen wurden auch ausgewählt.
Dieses Ergebnis mache eine problemlose Realisierung der Gesamtmaßnahme in einem Zuge sehr wahrscheinlich, erklärte Architekt Lothar Tabery vom Forum BauKulturLand. Dies gelte umso mehr, da die vorgestellte Konzeption einige Besonderheiten bei vergleichbaren Vorhaben nicht zu finden seien. Die Aufteilung beziehungsweise Zuordnung der Wohnungen im Entwurfskonzept sowie einige organisatorische Punkte sollen in einer weiteren Veranstaltung behandelt werden. Diese ist für April geplant und richtet sich an alle Interessierten.
Allerdings stehe weiterhin die für weitere Kalkulationen erforderliche Festsetzung des genauen Grundstückspreises aus, den die Stadt Bremervörde im Rahmen der Stadtsanierung beim Verkauf des Grundstücks ansetzen darf. Das Ergebnis des zuständigen Gutachterausschusses sei seit langem überfällig. Damit nicht weitere Zeit für die Umsetzung des gemeinsam mit und für Bremervörder Bürger geplanten Bauvorhabens verstreiche, sei die Zustimmung der politischen Gremien kurzfristig erforderlich, so Tabery. Dies gelte insbesondere für die Anwendung des „Bauturbos“ durch die Stadt, da damit erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen verbunden seien. Der „Bauturbo“ sei eine einmalige Chance für eine schnelle Umsetzung des Projekts.
Ferner stelle sich die Frage, ob es sinnvoll sei – wie bisher gedacht –, dass die Stadt noch ein eigenes Interessenbekundungsverfahren durchführe. Bei Grundstücksvergaben in der Vergangenheit an Bauträger und Investoren sei das nie der Fall gewesen.
Weiterhin fragte Tabery, ob man ausgerechnet jetzt, da es gelungen sei, mehrere bauwillige Bürger aus der Stadt ohne Investorenzwang für ein städtebaulich überzeugendes Projekt zusammenzubringen, die Angelegenheit weiter in die Länge ziehen wolle. „Es bleibt zu hoffen, dass die Entscheidungsträger nun schnell und richtig handeln“, so der Architekt. Hans Luettke von der Baukultur AG des KuH ergänzte später, dass man sich über weitere Bauinteressenten freue, die sich bis zum 14. März meldeten.



