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Christina Rotondo-Renken

Osteland-Salon - Menschen im Moor erzählen

Kuhstedtermoor (eb). Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. lädt zu ihrem siebte Oste­land Salon, der sich ein Jahr vor dem Findorff-Jahr mit dem Thema „Menschen im Moor“ befassen wird. Am Donnerstag, 11. April, werden um 19.30 Uhr im Cultimo Geschichten erzählt.
Die Moore im Elbe-Weser-Dreieck sind einzigartige Lebensräume für Mensch und Natur. Sie sind Orte der Ruhe, der Sehnsucht, der Zuflucht, der Kultur und des täglichen Broterwerbs. Wie lebt und arbeitet es sich in den Sumpflandschaften zwischen Cuxhaven, Bremen und Stade? Der siebte Osteland-Salon widmet sich den Erinnerungen von Menschen, deren Biografien eng mit den Mooren verwoben sind, insbesondere mit dem Teufelsmoor in der Hamme-Oste-Niederung. Bewohner und Anrainer des Ostelandes, Alteingesessene wie Zugezogene, erzählen im Cultimo ihre Geschichten.
Neben Anekdoten darüber, wie sie mit dem Naturraum Moor persönlich verbunden sind und was für sie einen besonderen Reiz dieser Landschaft ausmacht, wird auch erzählt, welche Visionen sie für das Nebeneinander von Mensch und Natur hier haben. Als Organisator und Salonnier des Abends erwartet AG-Osteland-Vorstandsmitglied Sebastian Bertram sieben Erzählerinnen und Erzähler an seinem Tisch.
Malerin und Mitglied im Verein „Cultimo-Kultur im Moor“ Ursula Bea-Kessler aus Worpswede, Leiter der Kreisarchäologie Rotenburg (Wümme) Dr. Stefan Hesse aus Scheeßel, Johann Steffens, Ortsvorsteher von Klenkendorf.
Er engagiert sich im Modellprojekt zur klimaschonenden Moorbewirtschaftung und einer regionalen Vermarktung hier erzeugter Produkte. Dann noch Hans Joachim May aus Neu Kuhstedtermoor, Vorstandsmitglied des Heimatvereins „De Treidlers von Kuhstedtermoor e. V.“ und Richard Henning aus dem Karlshöfener Moor, Vorsitzender und Gründer des Vereins „Findorffs Erben vom Kohlbecksmoor e.V“. Zusätzlich erzählt Christa Malitz-Picard aus Grasberg, psychologische Psychotherapeutin im Ruhestand. Sie schreibt unter anderem Krimis wie „Mord im Moorexpress“. Als siebter Leser ist Dr. Winfried Picard aus Grasberg vor Ort. Er ist psychologischer Psychotherapeut im Ruhestand und betreibt einen Selbstversorgerhof im Teufelsmoor.
Seit November 2015 lädt die Arbeitsgemeinschaft Osteland an wechselnden Orten in den Osteland-Salon für zwei Stunden ein, in denen Menschen aus dem Landstrich hinter den Deichen mit ähnlichen beruflichen oder biografischen Hintergründen einander ihre Geschichten erzählen. Die Idee ist, den intuitiven Erinnerungen an das Leben und Wirken zwischen Elbe und Weser Raum zu geben, die durch das Erzählen von Geschichten geweckt werden.
Die Erzähler können sich gedanklich auf die Runde einstimmen und brauchen sich jedoch nicht aufwendig vorzubereiten. Hat einer zu Ende erzählt, knüpft der Nächste an. Es geht nicht streng reihum, sondern so wie der Anfang einer neuen Geschichte an das Ende der Vorangegangenen passt. Niemand wird in seinem Erzählfluss unterbrochen, Zwischenfragen bleiben die Ausnahme, ein Austausch erfolgt im geselligen Anschluss. Die wenigen Regeln, die es braucht, hat der Salonnier im Blick.
Der Osteland-Salon wurde von AG-Vorstandsmitglied Sebastian Bertram (39) ins Leben gerufen. Der studierte Historiker und Germanist, der als freier PR-Referent in Hamburg arbeitet und seine Freizeit gern am Ostedeich verbringt, hat beim Berliner Unternehmen Rohnstock Biografien die Ausbildung zum Salonnier durchlaufen. Seit 2011 organisiert und moderiert er Erzählsalons in unterschiedlichsten thematischen Zusammenhängen an verschiedenen Orten.
Da die verfügbaren Plätze im Cultimo begrenzt sind, wird um Anmeldung gebeten unter list@ag-osteland.de, sowie telefonisch unter 0151/50351048 oder schriftlich an: Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V., Amtsallee 2b, 27432 Bremervörde. Zur Unterstützung der Arbeit des Cultimo wird um einen Beitrag in Höhe von 5 Euro gebeten.


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