

Bremervörde. Nach dem Neubau der beiden Gebäude für die Berufsbildenden Schulen (BBS) und das Gymnasium in Bremervörde wurde jetzt der Außenbereich fertiggestellt und barrierefrei erschlossen. Damit ist der dritte und letzte Bauabschnitt abgeschlossen. Auf den Flächen um die beiden Schulen wurden rund 120 neue Bäume sowie rund 4.600 Quadratmeter Beet- und Pflanzenflächen und rund 13.000 Quadratmeter Rasenfläche angelegt. Allein der nördlich gelegene Schulhof mit Sportplatz hat eine Fläche von etwa 27.000 Quadratmeter.
Vielfältige, strukturierte Bewegungsangebote
Vor der Begehung der neuen Anlagen zollte Landrat Marco Prietz noch allen Anwohnern seinen Respekt: „Ein besonderes Dankeschön gilt den vielen Anwohnern im Stadtteil Engeo, die über viele Jahre Baulärm und zusätzlichen Verkehr geduldig im Interesse der Schülerinnen und Schüler ertragen haben.“ Denn seit dem Start der Bauarbeiten inklusive Abriss- und Neubau-Phasen habe man an diesem Platz im Grunde insgesamt fünf Jahre regelmäßigen Baulärm gehabt. Aber auch für die Schüler:innen und Lehrkräfte sei die Umsetzung alles andere als leicht gewesen, denn alle Arbeiten wurden im laufenden Schulbetrieb getätigt, so der Landrat. „Es ist hier sehr schön geworden. Super aufgeräumt, sortiert, großzügig von den Flächen her. Man sieht jetzt die Sachen, die angepflanzt wurden, die nun wachsen und jetzt zur Geltung kommen. Ich finde, es ist insgesamt alles sehr schön strukturiert. Ich bin hier gerne, gehe eigentlich jedes Wochenende eine Runde“, so Prietz, der ebenfalls in unmittelbarer Nähe wohnt.
Für Schüler:innen beider Schulen wurden vielfältige Spiel- und Sportangebote geschaffen, darunter Kletter- und Spielgeräte, verschiedene Ballspielfelder, ein Sportplatz mit Laufbahn, eine Weitsprunganlage, ein Kugelstoßbereich sowie eine „Joggermeile“ um das Schulgebäude. Ergänzend stehen Flächen für die agrarische Ausbildung und für Kräuter-Hochbeete in der Hauswirtschaft zur Verfügung. Ausspannen können die Schüler:innen auf sogenannten Sonnensofas, die auf dem Gelände verteilt wurden.
Das gesamte Gelände ist barrierefrei erschlossen. Ein taktiles Leitsystem in den Pflasterflächen führt von Parkplatz und Busbahnhof in die Schulgebäude. Fußgänger:innen und Radfahrende erreichen das Schulgelände sowohl von der Tetjus-Tügel-Straße als auch vom Oereler Kanal aus. Insgesamt gibt es über 600 Fahrradstellplätze, etwa die Hälfte davon überdacht. Die Überdachungen sind als Gründächer ausgeführt. Die Parkfläche wurde erweitert und bietet nun Platz für etwa 300 Fahrzeuge. Das sind rund 20 Prozent mehr als zuvor. Für E-Fahrzeuge steht eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten zur Verfügung.
Boulevard der Schulen
Mit der Neugestaltung wird der „Boulevard“ der Stadtschulen für Fuß- und Radverkehr bis zur Modersohnstraße fortgeführt. Die Ost-West-Verbindung über die Gelände von Stadt- und Landkreisschule wurde damit wiederhergestellt. „Mit der Fertigstellung des Außengeländes ist ein Gesamtprojekt abgeschlossen, das für den Landkreis einen besonderen Stellenwert hat. Gemeinsam mit den beteiligten Schulen und der Unterstützung des Kreistags ist am Standort Bremervörde in den vergangenen Jahren das bisher umfangreichste Bauvorhaben des Landkreises geplant und umgesetzt worden. Über 94 Millionen Euro wurden vom Landkreis hier investiert“, sagt Prietz. „Ich danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin, die das Projekt geleitet haben, der Firma Goldbeck und den Vertreterinnen und Vertretern der beiden Schulen, die alle an einem Strang gezogen und damit das Projekt im angepeilten Zeitrahmen realisiert haben.“


