eb

Neuer Pastor in Gnarrenburg, Kuhstedt und Kirchwistedt

Gnarrenburg/Kirchwistedt. Seit dem 1. Oktober ist Florian von Issendorff erst im Amt, und doch ist der neue Pastor für Gnarrenburg, Kuhstedt und Kirchwistedt schon mittendrin.
 

Bilder
Florian von Issendorff ist seit dem 1. Oktober der neue Pastor für die Kirchenregion „Stark wie Eine“.  Foto: eb

Florian von Issendorff ist seit dem 1. Oktober der neue Pastor für die Kirchenregion „Stark wie Eine“. Foto: eb

Gnarrenburg/Kirchwistedt. Seit dem 1. Oktober ist Florian von Issendorff erst im Amt, und doch ist der neue Pastor für Gnarrenburg, Kuhstedt und Kirchwistedt schon mittendrin. Für die erste Zeit hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen: Er trifft Mitarbeiter*innen der Gemeinden an ihren Lieblingsorten. „Das war richtig toll. Vom eigenen Wohnzimmer bis zum Kranichturm im Moor war schon einiges dabei. Ich habe so nicht nur ganz viel über die Person erfahren, sondern auch die schöne Region etwas kennenlernen können.“ Vielfältig ausgebildet Diese kreative Art, Land und Leute kennenzulernen, sagt schon viel aus über den 36-Jährigen, dessen Frau Anja parallel als Pastorin im Bremervörder Hospiz begonnen hat. Die beiden lernten sich im Vikariat kennen und haben 2015 geheiratet. Davor sammelte Florian von Issendorff schon Lebenserfahrung an einigen Orten. In Wilhelmshaven geboren, besuchte er die Schule in Oldenburg und studierte in Berlin, Tübingen und Bonn. Dann das Vikariat in Hasbergen, anschließend Pfarrstellen in Westen und Dörverden und danach in Bruchhausen und Vilsen. Daneben engagierte er sich in universitären Gremien und der ökumenischen Arbeit, besonders im Blick auf orthodoxe Kirchen. Dazu kam noch eine Ausbildung zum Fundraising-Manager. Der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven konnte also einen in jungen Jahren schon sehr erfahrenen und vielfältig ausgebildeten Theologen gewinnen, freut sich auch Superintendent Wilhelm Helmers. „Florian und Anja von Issendorff bringen jeweils für sich ausgezeichnete Qualifikationen mit. In der Kombination sind sie für uns erst recht ein Riesen-Gewinn.“ Und jetzt Gnarrenburg, wo sich der Pastor schon „sehr wohl“ fühlt: Die schöne Moorlandschaft, der Kirchhof mitten im Ort und das wunderbar renovierte Pfarrhaus zwischen Kirche und Kneipe. Das ist doch klasse!“ Er freue sich auf die Arbeit in den Gemeinden, „vor allem aber auf die Begegnungen mit den Menschen hier - auch wenn Letzteres gerade schwieriger geworden ist.“ Einige Gottesdienste konnte der Geistliche in den ersten Wochen des Dienstes schon feiern - auch wenn die offizielle Einführung erst mal verschoben wurde. Besonders gut gefällt ihm die Arbeit in einem großen Team. „Es gibt viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit verschiedenen Talenten und Aufgaben. Und alle sind mit viel Leidenschaft dabei. Das sind richtig tolle Voraussetzungen hier. Gemeinsame Identität finden Herausforderungen macht er aus in der Größe der Region und den damit verbundenen Distanzen. „So bleibt auch viele Jahre nach Beginn der regionalen Zusammenarbeit doch noch einiges zu tun, damit die Gemeinden eine gemeinsame Identität finden, sich gegenseitig in ihren Stärken fördern und auch schauen, ob es nicht noch mehr Bereiche gibt, in denen man gemeinsam arbeitet.“ Wichtig sei ihm in seiner Arbeit, dass Kirche einladend ist und nahe bei den Menschen. „Die sollen spüren: Ja, hier bin ich willkommen - so wie ich bin. In den nächsten Jahren möchte ich darum besonders dieses Ziel verfolgen. Konkret heißt das für mich, dass die Gemeinden noch stärker ihre Mitglieder wahrnehmen, dass wir die Angebote für die verschiedenen Lebensalter weiter verbessern und auch selbstkritisch schauen, was die Menschen hier in der Region wirklich brauchen.“ Heiligabend wird anders Jetzt heißt es für ihn und seine Frau aber erst mal: Ankommen und möglichst viele Menschen besuchen - soweit das eben möglich ist. Und außerdem steht Weihnachten vor der Tür. „Dieses Jahr läuft ja alles anders - auch hier. Aber wir haben schon Ideen. Besonders für die große Flächengemeinde Gnarrenburg, in der Heiligabend ansonsten um die 800 Menschen in die Kirche kommen, wird es dieses Jahr anders werden. Und vielleicht darum auch noch einmal besonderer.“ Mehr will er aber noch nicht verraten.


UNTERNEHMEN DER REGION