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„NATUR begeistert“

Bremervörde (eb). Die NABU Umweltpyramide Bremervörde hat auf ihrem Außengelände eine Libellenforschungsstation aufgebaut.
 

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Die Beobachungsplattform der neuen Libellenforschungsstation.  Foto: Dr. Maren Meyer-Grünefeldt

Die Beobachungsplattform der neuen Libellenforschungsstation. Foto: Dr. Maren Meyer-Grünefeldt

Im Rahmen des Bildungsangebotes werden Kinder dort künftig Libellen beobachten können und vieles über ökologische Zusammenhänge in der Natur erfahren. Die neue Forschungsstation und die Entwicklung der Seminarbausteine wurden gefördert von dem Projekt „NATUR begeistert“ des SCHUBZ (Umweltbildungszentrum der Hansestadt Lüneburg) und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.
Libellen verbinden die Lebensräume Wasser und Luft und faszinieren Kinder. Aufgrund des Lebenszyklus dieser Insektenart kann man Kindern an ihrem Beispiel gut die Wichtigkeit einer intakten Natur verdeutlichen. „Wir möchten anhand von Libellen die Bedeutung ökosystemare Zusammenhänge in einem neuen Seminarbaustein unseres Seminares Wasser erleben behandeln“, erläutert Dr. Maren Meyer-Grünefeldt, Geschäftsführerin der NABU Umweltpyramide. „Unser auf dem Außengelände befindliche Teich ist dicht mit Krebsschere (Stratiotes aloides) besiedelt. Diese Pflanze ist nach der niedersächsischen Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft und wird von einer in Niedersachsen vom Aussterben bedrohten Libellenart (Kategorie 1 der Roten Liste und Anhang IV FFH-Richtlinie), der Grünen Mosaikjungfer (Aeshna virdis) zur Eiablage benötigt“, so die Umweltwissenschaftlerin weiter. Um diesen Lebensraum nicht zu beschädigen, aber dennoch für die Bildung zugänglich zu machen, hat das Zentrum einen schmalen Steg in den Teich gebaut, von dem aus Kinder Libellen beobachten und Larven entdecken können.
Die Kinder starten mit einer reinen Naturbeobachtung auf der neuen Beobachtungsplattform am Teich. Alle Beobachtungen werden hinterher auf der Forschungsplattform zu Papier gebracht und in der Gruppe besprochen. Durch verschiedene Übungen, vom ruhigen Beobachten über einfache Bestimmungsbögen bis hin zur spielerischen Verdeutlichung der Abhängigkeit der Arten voneinander werden den Kindern ökologischen Zusammenhänge erklärt. „Leider konnten wir die theoretisch entwickelten Inhalte aufgrund der Pandemie bisher nicht testen. Wir hoffen jedoch, dass es dieses Jahr klappen wird, und freuen uns schon sehr darauf“, so Meyer-Grünefeldt.


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