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Ralf G. Poppe

Modern bauen mit Holz

Iselersheim (rgp). Beim 9. Regionalen Holzbautag tauschten sich Fachleute beim Bauunternehmen Kurt Buck über „Wohnbaukonzepte in Holz- und Hybridbauweise“ aus.

Eingeladen waren Architektinnen, Bauamtsleiter:innen, kommunale Entscheider:innen sowie Holzbau-Unternehmen aus ganz Norddeutschland.

Der „Regionale Holzbautag“ wird vom Deutschen Holzfertigbau-Verband ausgerichtet. Über 250 Holzbau-Unternehmen, Planer:innen und ausgewählte Firmen aus der Zulieferindustrie sind in dem Verband organisiert. Die Zielsetzung des Verbandes ist es, die Holzfertigbauweise qualitativ zu optimieren und das Bauen mit Holz generell stärker zu fördern.

In diesem Jahr wurde der „9. Regionale Holzbautag“ von der Kurt Buck Baugesellschaft in Iselersheim ausgerichtet. Dabei stellten Geschäftsführer Heiko Pape und Ulf Cordes, Präsident vom Deutschen Holzfertigbau-Verband, verschiedene interessante neue Wohnformen vor.

 

Nachhaltiges Wohnquartier in Worpswede

 

So wie das sogenannte Wohnbaukonzept I, das Quartier am Wald in Worpswede von Architekt Holger Jaedicke und Investor Henner Frevel. Unter dem Motto „Vielfalt in der Einheit“ ist in Worpswede ein Wohnquartier mit hoher sozialer Qualität für Jung und Alt realisiert worden. Dabei wurde viel Wert auf nachhaltige und ökologische Bauweise, gute Architektur und moderne Wohnkonzepte gelegt.

Die Siedlungsstruktur dient dabei in besonderer Weise der Förderung nachbarschaftlicher Gemeinschaften mit einem sozialen Miteinander. Der angrenzende Wald ist mit dem Quartier verbunden. Dadurch kann die Anlage eine besonders hohe Lebensqualität generieren. Zur Naherholung befindet sich im Norden zudem eine Grünfläche.

Auch das „Wohnkonzept II“, der genossenschaftliche Wohnpark Königshof in Harsefeld von den Projektentwicklern Martin Adebahr und Alexander Lipnicki und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Schimmöller von der Wohnpark Königshof eG, wusste zu überzeugen. Der Wohnpark gliedert sich in einen Wohn- und einen Pflegebereich. Im Haupthaus der Wohnanlage entstehen 52 Wohnungen. Weitere neun Wohnungen kommen im Haus 3 dazu. In den Häusern 1 bis 4 werden bis zu 60 Pflegeplätze in fünf Wohngruppen bereitgestellt – darunter eine Demenzwohngemeinschaft. Bewohner:innen können dabei die pflegerischen bzw. hauswirtschaftlichen Leistungen im Wohnbereich bei Bedarf in Anspruch nehmen, müssen es jedoch nicht. Die geplante Fertigstellung ist für das Jahresende 2022 vorgesehen.

 

Marktstudie Tiny Houses

 

Christian Brecht vom LIVEE House (einer Plattform für individuelles, bezahlbares, flexibles und nachhaltiges Wohnen mit Informationen über Tiny Houses, Mini- und Modulhäuser) stellte eine Marktstudie vor, die den Bautrend der Tiny Houses in Deutschland beleuchtet. Denn fast monatlich kommen neue Anbieter auf den Markt. Es wurde mittlerweile gar ein Tiny House-Verband gegründet, um auch auf politischer Ebene eine Anpassung des Baurechts voranzutreiben. Sogar traditionelle Finanzinstitute beschäftigen sich intensiv mit diesem Bautrend, um neue mögliche Geschäftsfelder zu evaluieren. Dennoch steht der Markt noch am Anfang.

Gerade deshalb stellen sich aktuell viele die Frage, ob diese Bewegung wirklich der nächste große Bautrend in Deutschland werden könne. Brecht gilt als einer der führenden Tiny House-Experten in Deutschland. Über LIVEE hat er bereits mehr als 300 Bauherrn auf ihrem Weg zum Tiny House begleitet. Seine Expertise gibt er - wie hier im Hause Buck - über Vorträge, Workshops und Coaching-Angebote weiter. Brecht war zuvor mehrere Jahre als Unternehmensberater für mehrere DAX-Konzerne und Mittelständler tätig.

 

Tiny House von Firma Buck

 

Die Firma Buck selbst hat unter dem Begriff „Tinyhouse V2“ ein Produkt entwickelt, dass mit einer Klapptreppe ausgestattet, und dessen Fassade mit Fichte verkleidet ist. Das Gesamtgewicht der Konstruktion liegt unter 3.500 Kilogramm. Die Orbital Systems Dusche benötigt lediglich rund fünf Liter Wasser und verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Energie als andere Duschen.

www.kurtbuck.de

 


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