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Ute Mahler-Leddin

Mehr als nur ein Tanz

Hollnseth. Hollerner Funkengarde feiert ersten Auftritt.

Vor rund zehn Jahren führte die Landjugend in Hollen mit „Hollensien olé“ den Karneval ein. In diesem Jahr startete das erste Mal eine eigenständige Hollener Gardetanzgruppe auf der wie immer sehr gut besuchten Veranstaltung und zeigte auf eindrucksvolle Art und Weise den Trainingserfolg der vergangenen sechs Monate.

14 Mädels aus Hollnseth, Ebersdorf, Nindorf, Varrel und Lamstedt im Alter von 12 bis 17 Jahren haben sich im Spätsommer 2022 unter der Leitung der erfahrenen Trainerin Mayline Kohrs zusammengefunden und bilden nun die neue Leistungssport-Sparte des TSV Hollen Nord. Aktuell heißt es dreimal die Woche trainieren, denn der Garde- und der Showtanz sind sehr anspruchsvoll.

 

Wie entsteht der Tanz?

 

In der Vorbereitung für den Showtanz überlegen sich die Tänzerinnen ein Thema und suchen verschiedene Lieder dazu aus. Die Trainerin hört die Musik mehrmals durch, zählt die Takte aus und sucht aus dem großen Repertoire die passenden Schrittfolgen, Kombinationen, Drehungen, Reihen und Sprünge aus. Beim Gardetanz funktioniert es ähnlich, nur dass hier die Größe der Mädels eine wichtige Rolle bei den einzelnen Schrittfolgen spielt, berichtet die Trainerin.

In den Karnevalshochburgen starten die Gardetänzerinnen meist schon in sehr jungen Jahren mit dem Training. Die Hollener Funkengarde hatte sich aber trotz des höheren Altersdurchschnitts schnell in die Materie eingefunden und konnte die zum Teil sehr komplizierten Arm- und Beinkombinationen sehr gut umsetzen. Auch das Gefühl für die immer wechselnden Musikrichtungen und Takte war schnell vorhanden, sodass das Publikum frenetisch Beifall klatschte und eine Zugabe forderte.

 

Vorbereitung ist alles

 

Bevor die 14 Mädels aber im einheitlichen Outfit auf die Tanzfläche einmarschieren können, dauert es mehr als zwei Stunden. Beim Make-Up und beim Frisieren bekam die Trainerin Unterstützung von erfahrenen Gardetänzerinnen aus Alfstedt.

Schon mit fünf Jahren begann Mayline Kohrs mit dem Gardetanz, mit 16 Jahren trainierte sie die ersten Gruppen und Tanzmariechen in ihrem Heimatort „Glinde-Kornbeck“. Aus dieser Zeit hat sie auch das aktuelle Tanzmariechen Emma Dankers aus Ebersdorf für die Hollener Funkengarde gewinnen können. Die 13-jährige Schülerin trainierte noch einmal zusätzlich für ihren ersten Solo-Auftritt seit der Corona-Pandemie. „Ich bin immer noch sehr aufgeregt, aber von Mayline habe ich einen Glücksbringer geschenkt bekommen, der immer mit auf der Bühne ist und auf mich aufpasst“, verrät die junge Ebersdorferin ihr Geheimnis gegen Lampenfieber.

Auch die 15-jährige Greta aus Hollen und die 13-jährige Johanna waren nervös, aber - so wie alle anderen auch - mit viel Spaß dabei und stolz auf ihre Performance.

„Nach der Saison ist vor der Saison“, heißt es auch im Gardetanz, und so wird auch über den Sommer weiter geübt, Kondition aufgebaut und überlegt, welcher Garde- oder Showtanz im nächsten Jahr gezeigt werden soll. Dank einiger Eltern und Sponsoren konnte bereits ein einheitliches Gardeoutfit angeschafft werden, das von Tanea Radu, der Mutter einer Tänzerin, in mühevoller Kleinarbeit an die jeweilige Größe angepasst wurde. „Es fehlen nur noch die Stiefel, da würden wir uns über finanzielle Unterstützung freuen“, sagt Mayline Kohrs.

 

Mitmachen bei der Funkengarde

 

Für die aktuelle Funkengarde können sich noch interessierte Mädels ab 13 Jahren melden. Für die kleineren im Alter von 6 – 11 Jahren ist ebenfalls eine Gruppe in Planung – Anmeldungen dazu sind ab sofort ebenfalls möglich.

In ihrer ersten Saison ist die „Hollener Funkengarde“ bereits sehr gefragt und neben dem Auftritt vor heimischem Publikum wurde die Gruppe bereits auf weiteren Veranstaltungen gebucht.

Mehr Fotos von der Funkengarde auch auf www.tsv-hollen-nord.de

Info gibt Mayline Kohrs unter der Telefonnummer 04773/8798717.


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