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Manege frei

Eine Woche lang wurde die Hauptschule Bremervörde zur Zirkusmanege, in der die Schüler:innen nicht nur Kunststücke, sondern auch Teamgeist, Verantwortung und ganz neue Seiten an sich entdeckten.

 

Die Jugendliche zeigten bei dem Projekt ihr Können.

Die Jugendliche zeigten bei dem Projekt ihr Können.

Bild: Eb

Bremervörde. Kürzlich verwandelte sich die Hauptschule Bremervörde für den Zeitraum von einer Woche in eine Zirkusmanege. Beim Projekt „Zirkus ZappZarap“ bereiteten sich Schüler:innen vier Tage auf ihre großen Auftritte vor.

Dreizehn verschiedene Disziplinen wie etwa Akrobatik, Jonglage, Fakir, Zauberei, Clowns, Feuer, BMX, Trapez und Seiltanz wurden von Lehrkräften der Schule geleitet und durch zwei Zirkuspädagogen unterstützt. Ein Team übernahm Technik, Moderation und Organisation.

 

Teamwork entdecken

Das Konzept von ZappZarap verbinde, so Schulsozialarbeiterin Isabell von Maltzahn, Zirkus mit pädagogischem Lernen. Die Schüler:innen sollten beim Projekt ihre eigenen Stärken entdecken, Verantwortung übernehmen und nach dem Motto „Kannst du nicht war gestern“ als Team zusammenarbeiten. Diese Philosophie spielte bereits beim Auf- und Abbau des Zirkuszeltes eine Rolle. Diesbezüglich wurden Eltern und ehemalige Schüler:innen in das Geschehen einbezogen, um so das Projekt zu ermöglichen.

 

Pulsierende Aufregung

Nachdem die Nachwuchs-Artisten und -Artistinnen von Montag bis Donnerstag geübt haben, wurde es am Freitag dann ernst: Bei der Generalprobe mit Gästen aus einem Seniorenheim, Grundschulen und Kindergärten konnten die Schüler:innen endlich vor einem Publikum zeigen, was sie in den vergangenen Tagen einstudiert haben. Am Freitagnachmittag und Samstag hieß es dann „Manege frei“ für das große Publikum.

Die Vorstellungen waren gut besucht und die Aufregung hinter den Kulissen war deutlich zu spüren. Doch sobald das Licht anging, zeigten die jungen Artistinnen und Artisten, was in ihnen steckt und wurden immer wieder mit kräftigem Applaus belohnt. Schulleiter Axel Müller beschrieb bei der Eröffnung der Vorstellung die Atmosphäre als „pulsierende Aufregung mit anständigem Lampenfieber“. Gleichzeitig betonte er, dass die Jugendlichen das Kommando während der Vorstellung übernehmen und selbstständig durch das Programm führen.

Am Ende bleibt für die Schüler:innen sowie für die Lehrkräfte mehr als nur die Erinnerung an eine gelungene Zirkuswoche. Fernab vom täglichen Schulstress konnten alle eine andere Form des Lernens und Zusammenarbeite erleben und dabei neue Seiten und Fähigkeiten aneinander entdecken. Die gemeinsame Erfahrung, eine solche Vorstellung auf die Beine gestellt zu haben, wird auch über das Projekt hinauswirken und das Miteinander an der Schule nachhaltig stärken.


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