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Kirche sucht Kirchenvorsteher:innen

Noch bis Ende Oktober können sich Mitglieder der Kirchengemeinden im Kirchenkreis Bremervörde-Zeven als Kandidaten melden.

Warben für eine Kandidatur: Die Hesedorfer Kirchenvorstandsmitglieder Marlies Wilkens-Tomczak (v. li.), Friedrich du Carrois, Andrea Beier und Wilfried Schleßelmann.

Warben für eine Kandidatur: Die Hesedorfer Kirchenvorstandsmitglieder Marlies Wilkens-Tomczak (v. li.), Friedrich du Carrois, Andrea Beier und Wilfried Schleßelmann.

Bremervörde/Zeven (eb). „Kandidieren kann jeder, der 16 Jahre alt und am 10. Oktober 2023 Mitglied der Kirche ist“, teilte Pastor Simon Laufer, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis, mit. Neu ist, dass die Kandidaten sich auf Wunsch für zunächst drei Jahre aufstellen lassen und dann entscheiden können, ob sie die volle Zeit von sechs Jahren im Amt bleiben. Wer Interesse hat, kann sich einfach beim Gemeindepastor oder einem der Kirchenvorsteher:innen melden.

Einen kreativen Weg der Kandidatensuche ging die Kirchengemeinde Hesedorf. Auf dem Kunsthandwerkermarkt präsentierten die aktuellen Kirchenvorsteher ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Zwei Kandidaten haben sich bisher gefunden, idealerweise sollen sechs Kirchenvorsteher:innen gemeinsam mit Pastor Stephan Dreytza die Gemeinde leiten und gestalten. Ähnlich ist das Bild in Kuhstedt: Dort gibt es momentan drei Bewerber für fünf Plätze. Auch dort freuen sich Pastor und Kirchenvorstand über weitere Kandidaten.

 

Viele Gemeinden stehen vor Umbrüchen

 

Ein Grund dafür, dass in einigen Gemeinden noch Kandidaten gesucht werden, ist, dass an einigen Orten langjährige Kirchenvorsteher:innen aufhören und die Gemeinden vor der Herausforderung eines größeren Umbruchs stehen. „Darin liegen große Chancen. Aber natürlich müssen die jüngeren und mittleren Generationen erstmal für dieses verantwortliche und vielfältige Ehrenamt begeistert werden“, sagt Simon Laufer.

In der Bremervörder Auferstehungskirche werden noch drei bis vier Kandidaten benötigt. „Wer im Vorstand dieser Gemeinde mitarbeiten möchte, den erwarten interessante und abwechslungsreiche Aufgaben, denn zu der Kirchengemeinde mit ihrem diakonischen Profil gehören u.a. der Stadtteilladen und die Kita Sternenlicht“, so Pastor Volker Rosenfeld. Auch die Diakonische Hilfe Bremervörde werde durch den Kirchenvorstand in ihrer Arbeit begleitet. Wichtig in der Vorstandsarbeit sei auch die regionale Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde St. Liborius.

Auch die Kirchengemeinde Iselersheim steht vor einem Generationenumbruch. Bisher haben sich drei Kandidaten gemeldet. Gesucht werden noch Vertreter:innen aus den Ortschaften Hönau-Lindorf und Ostendorf. „Es gibt vielleicht keine bessere Zeit, um Gemeinde zu gestalten und neue Wege in der Kirche zu gehen“, so Laufer. Auch die Kirchengemeinde Oerel und die Zevener St.-Viti-Kirchengemeinde sind offen für weitere Kandidaten, ebenso wie die Kirchengemeinde Hipstedt.

Superintendent Carsten Stock wirbt ebenfalls für eine Kandidatur. Dabei gehe es um weit mehr als um Bau- und Finanzfragen oder Organisatorisches. „Es finden spannende Diskussionen statt, wie die Kirche neu auf die Menschen zugehen und ihnen das Evangelium nahe bringen kann“, so Stock. Die Zusammenarbeit mit Vereinen im Dorf, neue Gottesdienstideen oder Hilfe für Bedürftige: im Kirchenvorstand könne sich jeder nach seinen Vorlieben einbringen.

 

Abstimmung

 

Auf drei Wegen werden alle Kirchenmitglieder ab 14 Jahren über ihre Vorstände abstimmen können: erstmals wird es vom 10. Februar bis 3. März eine zentral organisierte Online-Wahl geben. Auch die Briefwahl ist möglich. Am 10. März findet dann die Urnenwahl vor Ort statt. Am 1. Juni 2024 beginnt die Amtszeit der neuen Kirchenvorstände.


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