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Jäger:innen helfen Landwirtinnen mit Drohnen bei der Kitzrettung

Bremervörde/Zeven (eb). Vertreter:innen von Landvolk und Jägerschaft sprachen über konkrete Maßnahmen zur Rettung von Rehkitzen.

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Wollen auf die gemeinsamen Möglichkeiten der Kitzrettung aufmerksam machen: Alexander von Hammerstein, Behlke Mohrmann und Arno Schröder.

Wollen auf die gemeinsamen Möglichkeiten der Kitzrettung aufmerksam machen: Alexander von Hammerstein, Behlke Mohrmann und Arno Schröder.

Der erste Grünschnitt steht bevor. Leider befinden sich in dieser Zeit auch viele Rehkitze im hohen Gras, die dort schutzsuchend von ihren Müttern zurückgelassen werden. Um möglichst viele Rehkitze zu retten, trafen sich nun Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Bremervörde-Zeven e.V., Behlke Mohrmann, Vorsitzende der Zevener Jägerschaft, und Arno Schröder, Vorsitzender der Jägerschaft Bremervörde, zum Gespräch im Landvolkhaus Bremervörde, um dort über die konkrete Kitzrettung zu sprechen.
Einem Instinkt folgend laufen Rehkitze bei Gefahr nicht weg, sie bleiben liegen und machen sich so klein wie möglich. Dieses Verhalten endet für viele Rehkitze während der ersten und zweiten Mahd tödlich. Um möglichst viele Kitze zu retten, bieten die Jägerschaften den Landwirtinnen in der Region an, die Felder vor dem Schnitt mit einer Drohne zu überfliegen. Die Drohnen zeigen an, wo sich Rehkitze im hohen Gras befinden. Freiwillige schützen die Rehkitze mit umgekippten Wäschekörben und Markierungen oder tragen sie an die Ränder der Felder.
„In den letzten Jahren ist die Zusammenarbeit mit den Landwirten und Jägern immer besser geworden“, berichten Behlke Mohrmann als Vorsitzender Zevener Jägerschaft, und Arno Schröder, Vorsitzender der Jägerschaft Bremervörde.
Als Leuchtturmprojekt könne sicherlich die Zusammenarbeit von Landwirtinnen und Jägerinnen in Bevern angesehen werden. Mit einer mithilfe der Bingo-Umweltstiftung angeschafften Drohne konnten 29 Kitze im Gras gerettet werden, berichtet Arno Schröder. „Gelder für Drohnen zur Kitzrettung sind bei der Bingo-Umweltstiftung und dem Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft immer noch vorhanden“, gibt der Vorsitzende der Jägerschaft Bremervörde als Tipp fürs nächste Jahr.
Landwirtinnen, die ihre Felder vor dem Grünschnitt mit einer Drohne abfliegen lassen wollen, können sich an ihren jeweiligen Revierjäger oder an die Hegeringe in Bremervörde und Zeven wenden.


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