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GVN fordert Senkung der Energiesteuer

Niedersachsen (eb). Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) schlägt aufgrund der steigenden Öl- und Dieselpreise Alarm.

„Es droht eine Insolvenzwelle nicht nur im deutschen Transportlogistikgewerbe, sondern auch im Busmittelstand und bei Taxi- und Mietwagenunternehmen. Was Corona nicht geschafft hat, könnten die Spritpreise schaffen“, sagt Mathias Krage, Präsident des GVN. Wegen der stark steigenden Preise für Diesel sei die finanzielle Belastungsgrenze vieler Verkehrsunternehmen überschritten. „Wir sind sehr enttäuscht, dass bislang keinerlei Signale seitens der Politik kommen“, so Krage.
Er mahnt, dass die deutschen Logistikunternehmen neben den explodierenden Dieselpreisen auch mit viel niedrigeren Personalkosten im Wettbewerb stünden. „Wir konkurrieren nicht nur mit osteuropäischen Unternehmen, die in ihren Heimatländern viel billiger tanken können, sondern auch mit Mindestlöhnen von knapp über 2 Euro“, so Krage weiter.
Spätestens seit Corona wisse jeder, dass das gesamte Verkehrsgewerbe systemrelevant und Grundvoraussetzung für eine funktionierende Volkswirtschaft sei. Sei es im ÖPNV oder im Schülerverkehr durch Busse, bei Krankenfahrten durch unsere Taxi- und Mietwagenunternehmen oder bei der Versorgungssicherheit der Bevölkerung durch die Logistik. Die Funktionsfähigkeit des Landes werde durch das Verkehrsgewerbe garantiert. Um diese Mobilität auch in Zukunft sicherstellen zu können, brauche die Verkehrswirtschaft die dringende politische Unterstützung beim Gewerbediesel und beim Gewerbe-LNG. Zum Vergleich: Der heutige Dieselpreis in Polen liege bei 1,17 Euro, so der GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic.
Zur Abmilderung des hohen Ölpreises und der daraus folgenden hohen Dieselpreise für die Transportunternehmen fordert GVN-Präsident Krage eine schnellstmögliche Entlastung bei der Mineralölsteuer und damit einen günstigeren Gewerbediesel. Ein entsprechender Brandbrief wurde direkt an Ministerpräsident Stephan Weil für die SPD, Herrn Dr. Bernd Althusmann für die CDU, Herrn Stefan Birkner für die FDP und Frau Julia Willie Hamburg für Bündnis 90/Die Grünen geschickt.


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