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Gut aufgestellt für Senioren

Mehr Seniorenräte, bessere Pflegeangebote und soziale Anlaufstellen sollen dafür sorgen, dass ältere Menschen in Niedersachsen stärker gehört und unterstützt werden.

 

Im Gespräch über Seniorenräte (v. l.) Eike Holsten und Marco Mohrmann mit Harald Sommerfeld.

Im Gespräch über Seniorenräte (v. l.) Eike Holsten und Marco Mohrmann mit Harald Sommerfeld.

Bild: Eb

Landkreis Rotenburg. Der Landkreis Rotenburg ist bei der Interessenvertretung älterer Menschen gut aufgestellt: Von 13 Kommunen verfügen zwölf über einen Seniorenrat. Niedersachsenweit gibt es derzeit rund 233 Seniorenräte. Geh es nach dem Landesseniorenrat, soll die Zahl auf etwa 400 steigen, damit möglichst jede Kommune über eine solche Interessenvertretung verfügt. Das haben die Landtagsabgeordneten Eike Holsten und Marco Mohrmann von Harald Sommerfeld erfahren. Der Beverstetder ist seit Mai Vorsitzender des Landesseniorenrats Niedersachsen.

Sommerfeld erläuterte den beiden CDU-Politikern dabei Aufgaben des Landesverbands und die Unterstützung bei der Gründung neuer Seniorenräte. Ziel des Landesseniorenrats sei es, die Themen älterer Menschen stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und dafür zu sorgen, dass ihre Interessen gehört werden. Dafür wurden mehrere Fachgruppen eingerichtet. Gemeinsam mit der Freiwilligenagentur Niedersachsen sollen unter anderem regelmäßig Workshops zu Rechten und Pflichten von Seniorenräten, Vernetzung und Aktivitäten angeboten werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Pflege. Eike Holsten verwies auf die Woche der pflegenden Angehörigen im Oktober und die Bedeutung verlässlicher Strukturen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. „Rund 85 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Deshalb muss geprüft werde, ob ausreichend Pflegestützpunkte, Tages- und Kurzzeitpflegeplätze in der Region vorhanden und gut erreichbar sind“, so Holsten, der auch gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in Niedersachsen ist. Auch Barrierefreiheit und Einsamkeit spielen eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus ging es um soziale Anlaufpunkte in den Kommunen. Ehrenamtlich getragene Angebote könnten Ratsuchende beispielsweise bei Anträgen unterstützen und Begegnung ermöglichen. Dafür brauche es allerdings geeignete Räume, die den Seniorenräten zur Verfügung gestellt werden, betonte Sommerfeld, der in Beverstedt einen solchen Anlaufpunkt erfolgreiche auf den Weg gebracht hat.

Für Holsten und Mohrmann gehört deshalb auch eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen zur Debatte. Niedersachsen stelle seinen Kommunen im Vergleich zu anderen Flächenländern in Deutschland pro Kopf weniger Mittel zur Verfügung. Eine besser finanzielle Grundlage sei aber notwendig, damit Kommunen Angebote für ältere Menschen und andere Unterstützungsstrukturen verlässlich vorhalten könnten.


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