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Geschäftsfrau teilt an Angela Merkel aus

Landkreis Osterholz/Landkreis Rotenburg (eb/lst). Mit einem ironischen, aber dennoch ernsten Aufruf wendet sich Anne Steffens-Springer via Facebook an die Bundeskanzlerin und übt Kritik an den Auflagen für den Einzelhandel.
Posiert mit Merkel-Raute vor ihrem Geschäft: Anne Steffens-Springer vom Schuhhaus Steffens.  Foto: eb

Posiert mit Merkel-Raute vor ihrem Geschäft: Anne Steffens-Springer vom Schuhhaus Steffens. Foto: eb

Bild: Lena Stehr

„Es bereitet mir eine außerordentlich große Freude, Ihnen einen exklusiven Termin bei mir in einer meiner neun Schuh-Filialen anbieten zu können! Ich denke, dieser Besuch wird Ihnen in vielerlei Hinsicht die Augen öffnen und vor allem viel Freude bereiten“, schreibt Anne Steffens-Springer auf der Facebook-Seite des Schuhhauses Steffens und möchte damit erneut auf die Lage des Einzelhandels hinweisen.
Am Backshop im Discounter könne man ja dicht an dicht stehen und kurz schnacken, das sei aber leider in ihrem Geschäft nicht möglich, so Springer-Steffens. Sie weist zu dem darauf hin, dass die Bedingungen von Ort zu Ort andere seien, und nennt als Beispiel Lamstedt. Dort befindet sich die kleinste Filiale des Schuhhauses. In der Börde Lamstedt wohnen weniger als 6.000 Menschen, dafür aber mehr als 12.000 Kühe, so Steffens-Springer.
Darum könne sich die Kanzlerin sicher sein, dass es in dieser Filiale und auch in allen anderen Filialen keine Massenansammlungen von Menschen geben könne.
„Wie kommen Sie auf die Idee, dass die drei Kunden, die in meinem 400-qm-Geschäft Schuhe an einem festen Platz anprobieren und nach 10-15 Minuten bereits fertig sind und den Laden verlassen, sich in meinem Geschäft eher gegenseitig anstecken als in anderen Geschäften, Büros, Baustellen oder oder?!“, fragt die Geschäftsfrau und fährt fort: „Da Sie sich nicht trauen, bei den Steuern der Online-Riesen klar vorzugehen, kaufen Sie lokal bei uns Händlern und vor allem: Lassen Sie uns verkaufen!“


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