Ralf G. Poppe

Erinnerungen an einen Wegbegleiter

Im EIGENART kunstraum wird der Mensch in einer neuen Ausstellung nicht ausgestellt, sondern als brüchige Figur entlarvt – und zwingt den Blick auf das, was wir lieber übersehen.
(v. l.) Michael Hannebacher, Asia Booraada, Andreas von Glahn, Michelle Klatt und Martin Hill freuen sich über eine sehr gelungene Ausstellung.

(v. l.) Michael Hannebacher, Asia Booraada, Andreas von Glahn, Michelle Klatt und Martin Hill freuen sich über eine sehr gelungene Ausstellung.

Bild: Rgp

Bremervörde. Am vergangenen Wochenende versammelten sich rund 5o Kunstkenner:innen, um die Vernissage zur Ausstellung „Gerd Rehpenning / Bilder und Skulpturen – Der Mensch ist zerbrechlich“ gebührend zu begehen.

Neben Wegbegleiter Martin Hill, der an gemeinsamen Aktionen mit Rehpenning erinnerte, trugen Michelle Klatt (Bundesfreiwilligendienst), Andreas von Glahn (Vorsitzender des Tandem e. V.) und Bürgermeister Michael Hannebacher einige einführende Worte zum Gelingen der Veranstaltung bei.

 

Unbeugsamer Freigeist

Ger Rehpenning (1953 bis 2018) war ein Freigeist, ein Unbeugsamer im besten Sinne und vielseitig künstlerisch unterwegs. Unter anderem drückte der Künstler seine Auseinandersetzung mit der „menschlichen Existenz und Essenz“ über Holzskulpturen in formaler Reduktion aus. Seine Skulpturen haben weder Gesicht noch Namen – sie lassen den Betrachtenden Raum für eigne Interpretationen. „Die Figuren spiegeln das Leben wider. Das Holz hat Risse, die Zeit ihre Spuren hinterlassen, wie bei uns Menschen. Der Mensch ist zerbrechlich.“

Das Projekt mit den „Koffermenschen“ war Rehpenning ein ganz besonders wichtiges Anliegen. Die „Koffermenschen“ stehen beispielhaft für seinen Wunsch, mit der eigenen Kunst den Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen zu fördern. Auch in seinen Bildern bietet Rehpenning viel Raum und Freiheit zur Interpretation.

Impulsgeberin Anja Schlesselmann-Janssen war zur Vernissage leider verhindert, bei der Realisation der Ausstellung wurde sie jedoch tatkräftig von der Kunstmalerin Assia Booraada und Michelle Klatt unterstützt. Die im EIGENART kunstraum versammelten Rehpenning-Werke stammen größtenteils aus privaten Sammlungen. Gezeigt werden neben Skulpturen düstere Bildnisse, aber auch das erste großformatige, farbenfrohe Werk aus dem Besitz der Familie Hill.

 

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Gerd Rehpenning / Bilder und Skulpturen – Der Mensch ist zerbrechlich“ in der Bremer Straße 11 läuft noch bis Donnerstag, 14. Mai. Geöffnet sind die Räume dienstags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie freitags von 10 bis 14 Uhr. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an eigenart@tandem-brv.de bei Anja Schlesselmann-Janssen oder im Tandem-Büro unter 04761/72177.


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