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Equal Pay Day

Der VdK Niedersachsen-Bremen weist darauf hin, dass der Bruttostundenlohn der Frauen noch immer 18 Prozent unter dem der Männer liegt.

Gunda Merkens

Gunda Merkens

Bild: GERALD LAMPE FOTO HOELZEN GMBH

Niedersachsen/Bremen (eb). Zum diesjährigen Equal Pay Day, der am 6. März stattfindet, betonen die Frauenvertreterinnen des VdK Niedersachsen-Bremen die Notwendigkeit, die bestehende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen endlich zu beseitigen. Trotz vieler Fortschritte auf dem Weg zur Geschlechtergleichstellung bleibe die ungleiche Entlohnung von Frauen ein hartnäckiges Problem auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Laut den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Im vergangenen Jahr betrug der Bruttostundenlohn der Frauen 20,84 Euro und lag damit unverändert 18 Prozent unter dem der Männer, die im Schnitt 25,30 Euro pro Stunde verdienten. Besorgniserregend sei, dass die Lohnlücke ab dem 30. Lebensjahr weiter auseinanderklaffe, insbesondere in Zeiten, in denen viele Frauen ihr Erwerbsleben aufgrund von Familienplanung unterbrechen.

Die unbereinigte Lohnlücke betrug bei 30-Jährigen etwa 8 Prozent und erreichte bei Beschäftigten zwischen 57 und 61 Jahren einen alarmierenden Wert von 27 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die strukturellen Ursachen dieser Ungleichheit anzugehen.

 

Forderungen des VdK

 

„Es ist bedauerlich, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt nachweislich benachteiligt werden. Wir fordern daher tarifgebundene Arbeitsverträge, gesetzliche Regelungen zur Beseitigung von Lohndiskriminierung auf betrieblicher Ebene und einen Mindestlohn von mindestens 14 Euro. Der Rechtsanspruch auf Rückkehr aus einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung, muss auch auf Kleinbetriebe ausgeweitet werden“, betont VdK-Landesfrauenvertreterin Gunda Menkens.

 

Was ist der Equal Pay Day?

 

Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke, die laut Statistischem Bundesamt 18 Prozent in Deutschland beträgt (Stand 7. März 2022).

Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu den Frauen unbezahlt arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Rechnet man den Wert in Tage um, arbeiten Frauen insgesamt 66 Tage unbezahlt.


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